Ein Händedruck. Lächeln. Sachliche Worte. Blitzlicht. Dann: Kein Händedruck. Kühl soll es gewesen sein, das erste Treffen zwischen Angela Merkel und Donald Trump.

Antrittsbesuch in Washington: Die deutsche Kanzlerin trifft zum ersten Mal auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump. Und alle sind gespannt: Wie wird das Zusammentreffen ablaufen? Kann es einigermaßen harmonisch über die Bühne gehen?

Im Vorfeld wirkte Trump jedenfalls leicht aufgeregt, ist sich Gestik- und Mimik-Experte Dirk Eilert sicher. "Trumps Atmung ist beschleunigt, sein Mund steht ein wenig offen - ein typisches Stresszeichen." Dennoch gelingt es ihm, direkt die Führungsposition einzunehmen.

Der Handschlag

Ein Blick in die Mimik verrät viel: Trump guckt beim ersten Handschlag sehr ernst, zieht die Augenbrauen zusammen, presst die Lippen aufeinander und hält festen Blickkontakt zu Angela Merkel. Merkel hingegen lächelt und wirkt dabei sehr offen und zugewandt. Sie hält seinem Blick aber nur für fünf Sekunden stand. "Das wirkt bei beiden etwas unbeholfen", meint der Experte.

Was kaum jemandem aufgefallen ist: Trump schüttelt ganz leicht den Kopf, als die Presse erneut zu einem Handschlag für Fotos auffordert. "Stand das vielleicht im Protokoll?", fragt sich Dirk Eilert. Auch auf Merkels Nachfrage "They want a handshake", reagiert Trump nicht. "Ich glaube, er hat es nicht gehört", vermutet der Mimikexperte. Interessant findet er daraufhin aber Merkels Gesicht: Ihr entgleist für einen kurzen Augenblick die Mimik in heruntergezogene Mundwinkel - dann lächelt sie die Situation weg.

Handshake, Handshake...

Zum Schluss gab es dann doch noch einen Handschlag. Ohne Ziehen, Reißen oder Tätscheln. Trump geht sogar leicht auf Merkel zu und lächelt ein wenig. Selbst wenn das Treffen eher ruckelig, förmlich distanziert begonnen hat, scheint es auf der Beziehungsebene eine kleine Annäherung gegeben zu haben, vermutet zumindest der Mimikexperte: "Aus non-verbaler Sicht kann ich zumindest sagen: Erfolgreiches Treffen, ein guter erster Schritt."