Frauen können Opfer sein – Männer aber auch. In einem neuen Erzählband geht es um 17 Kurzgeschichten, um Tabus und Grauzonen zwischen Frau und Mann. Eine Stunde Liebe hat mit der Herausgeberin Lina Muzur gesprochen. 

Geschichten, die alle um die Themen der #metoo-Debatte kreisen: "Sagte sie. 17 Erzählungen über Sex und Macht" heißt ein neuer Band mit Texten von bekannten Autorinnen aber auch jungen Nachwuchstalenten. In dem Band finden sich Stücke von Spiegel-Kolumnistin Magarete Stokowski, Fatma Aydemir von der taz oder die Lyrikerin Nora Gomringer. 

Erzählband befasst sich auch mit Grauzonen in #metoo-Debatte

Herausgeberin Lina Muzur vom Hanser Berlin Verlag hatte die Idee dazu. In der Literaturwelt ist eine andere Aufarbeitung der vielschichtigen #metoo-Themen möglich. 

"Literatur kann zeigen, dass nicht immer nur die Männer die Täter sind, nicht immer nur die Frauen die Opfer sind. Dass es auch umgekehrt sein kann. Dass alles viel komplizierter ist."
Lina Muzur, Herausgeberin des Erzählbands

In Eine Stunde Liebe werden ein paar der komplizierten Geschichten aus der Anthologie geschildert – über Flirts, Missbrauch bis hin zu Vergewaltigung und das lange Schweigen danach. 

Außerdem geht es im Liebestagebuch von Cleo darum, dass sie neben der offenen Beziehung mit ihrem Freund oft noch etwas laufen hat.

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