Alle Erfinder nach Genf! Dort zeigen 822 Aussteller aus 40 Ländern rund 1000 Erfindungen - und wollen sie verkaufen. Vera Wolfskämpf hat sich für uns umgesehen.

Garagentüftler und Kellerbastler sind dort nicht vertreten – eher die Zukunftsprofis. Drohnen schwirren dort umher, Roboter laufen herum, 3D-Bilder sind zu sehen, Hologramme. Die meisten Aussteller zeigen konkrete Projekte, die auch in der Praxis funktionieren. Sie wollen Geschäftsleute und Investoren überzeugen, in die Erfindungen zu investieren.

Projekt Müllschiff

Vera sind besonders Umweltthemen aufgefallen. So präsentiert der Weltumsegler Yvain Bourgnon auf der Messe sein Projekt The Sea Cleaners. Herzstück ist ein großer schwimmender Müllsammler.  Yvain Bourgnon will den Katamaran namens Manta einsetzen, um Plastikmüll aus dem Meer zu fischen und in Klumpen zu pressen. Bisher gibt es nur ein Modell des Schiffs. In vier Jahren soll es fertig sein.

Aus Hongkong kommt eine Idee für den Medizinbereich. Optometrieforscher haben eine Spezialbrille mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit entwickelt. Sie ist insbesondere für Kinder gedacht und kann deren Kurzsichtigkeit um etwa 60 Prozent verringern.

Ein Roboter für die Feuerwehr

Vera ist auf der Messe außerdem einem extrem beweglichen Roboter begegnet. Die Maschine kann fast alle Hindernisse überwinden und bewegt sich krabbenartig. 

Damit können Bereiche untersucht werden, die für Menschen zu gefährlich ist. Der Roboter soll beispielsweise bei Bränden eingesetzt werden und Feuerwehrmännern vorausgehen. Dann kann das Gerät Gas- und Temperaturwerte messen und dabei helfen, Risiken für die Retter einzuschätzen.

Von der École polytechnique fédérale de Lausanne aus der Schweiz ist eine Transportdrohne im Origami-Stil zu Besuch in Genf. Sie kann Päckchen mit einem Gewicht von bis zu 500 Gramm über eine Distanz von zwei Kilometern transportieren. 

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Auch zwei deutsche Aussteller zeigen auf der Messe ihre Erfindungen: eine multifunktionale Wasserwaage für kniffelige Ausrichtarbeiten und einen Knubbel aus Gummi, mit dem man fast alles befestigen kann.

"Das soll so eine Art dritte Hand sein. Tatsächlich scheinen die Einige zu brauchen. Da sind schon 11.000 Stück von verkauft worden."
Vera Wolfskämpf, Korrespondentin in der Schweiz
Auf der Inventions Geneva: Roboter beim Fußballspielen
© Inventions Geneva
Auf der Inventions Geneva: Roboter beim Fußballspielen

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