Japan gilt als Schamkultur. Hier halten Paare nicht mal öffentlich Händchen. Über Vergewaltigung oder Belästigung zu reden, fällt in diesem Umfeld schwer.

Während die #MeToo-Debatte in den USA und Europa sehr lebhaft und teils hitzig geführt wird, kommt aus Japan wenig. Warum? 

Offensichtlich fällt der öffentliche Diskurs über Belästigung von Frauen in einer Schamkultur sehr schwer. Themenfelder wie "Vergewaltigung" werden ungern oder wahrscheinlich meistens gar nicht angesprochen. 

Meist geht es darum, Worte wie 'Vergewaltigung' gar nicht zu thematisieren, denn möglicherweise hat ja das Opfer auch seinen Teil dazu beigetragen."
Kathrin Erdmann, Journalistin, berichtet über #MeToo in Japan

Die Journalistin Kathrin Erdmann weiß zu berichten, dass Frauen, die wegen Belästigung oder körperlichen Übergriffen von Männern bei der Polizei waren, mit Nachdruck gefragt wurden, ob sie diesen Fall auch wirklich zur Anzeige bringen wollen. Schließlich würde der Mann dann ja angeklagt. 

Sexualität scheint in Japan ambivalent zu sein

Japan lebt nach außen hin sehr keusch. In der Öffentlichkeit halten die Paare nicht Händchen, sie küssen sich auch nicht. Auf der anderen Seite muss Grapschen und Belästigung ein Thema sein, sonst gäbe es beim Bahnfahren nicht extra Frauenabteile. Sexualität in Japan scheint also sehr ambivalent zu sein.

"Einerseits sind Japaner in der Öffentlichkeit immer höflich, freundlich und schüchtern. Andererseits gibt es diesen Schulmädchenlook und diesen Niedlichkeiktskult."
Kathrin Erdmann, Journalistin, berichtet über #MeToo in Japan

Wie viel in Japan wohl im Verborgenen bleibt, kann nur erahnt werden. Laut der Statistiker der Vereinten Nationen gibt es in Japan nur wenige Vergewaltigungsfälle, demnach kommen auf Hunderttausend Menschen ein Fall – in Deutschland sind es neun - die Dunkelziffer dürfte nach Schätzungen aber weit über den offiziellen Zahlen liegen. 

Leider sind auch die sozialen Kanäle kein gutes Sprachrohr für Frauen. Wer sich als Opfer sexueller Gewalt "outet", bekommt wenig Zuspruch, dafür aber viele negative Reaktionen, sagt die Journalistin Kathrin Erdmann. Teilweise würden die Frauen regelrecht angegangen. 

Gefällt 32 Mal, 2 Kommentare - 【自己肯定力を高める子育て】 (@kids_self_esteem) auf Instagram: „日本で初めて実名でレイプの沈黙を破った人。ジャーナリストの伊藤詩織さん。 ・ アメリカのニューヨークタイムズが一面で報道。 . 日本では権力や圧力によりあまり報道されていないとか。 ・..."
日本で初めて実名でレイプの沈黙を破った人。ジャーナリストの伊藤詩織さん。 ・ アメリカのニューヨークタイムズが一面で報道。 . 日本では権力や圧力によりあまり報道されていないとか。 ・ もうやめませんか。 性犯罪の闇に隠れるの。 誰かが声を上げないと、何も変わらない。 それを日本で詩織さんがしてくれました。 ・ そしてそれを日本ではなく海外が応援してくれている事実。 ・ 私も性犯罪の被害者。 ・ 私も小学校低学年の頃、近所のおじさんに下着の中に手を入れられ、陰部を触られるいたずらをされました。 いや、いたずらではなく、性犯罪です。 ・ 今まで誰にも言えなかったけど、私のような人はたくさんいます。 ・ 知ってましたか? 子供、女の子の約40パーセント、男の子の10パーセントが性犯罪の被害にあっていること。 ・ 皆さんの子供さんは大丈夫ですか? 性犯罪はとってもとっても身近で起こっており、加害者の半分以上が身近な人です。 ・ 恥ずかしい。 私が悪いから。 自分が汚らわしく感じる。 信じてもらえないかも。 ・ 私もそう思って25年間誰にも言えなかった。恥ずべきは性犯罪の加害者であり、汚らわしいのは性犯罪の加害者です。私じゃなかった。詩織さん、教えてくれて本当にありがとう。 ・ I was sexually assaulted when I was eight. I could never told anyone till now for 25 years. Shiori Ito taught me I can speak up and break the silence. I wasn't the one who should have been ashamed. He should have been. No means no. Rape is rape. It's time for Japan to change. ・ #metoo #metoojapan #itoshiori #shioriito #性被害者 #性犯罪 #レイプ #伊藤詩織 #blackbox #ブラックボックス #nomeansno #rapeisrape #newyorktimes #breakthesilence #性教育 #性虐待 #子育て #育児 #自己肯定感 #男の子ママ #女の子ママ #japan #ハーフ #海外在住 ・ ・・・・・・・・・・・・・・・ . 《自己肯定力を高める子育て》 〜子どもに寄り添うカナダ式〜 . カナダから子育てブログを書いています。 宜しければ除いてみて下さい。 ブログへはプロフィールのリンクからどうぞ。 .

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