Viel Spaß in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand: Das versprechen Mikroabenteuer. Ob das stimmt, müsst ihr selber ausprobieren. Hier erfahrt ihr, wie ihr es angehen könntet.

Ein freier Tag, ein freies Wochenende – für Mikroabenteuer braucht es eigentlich nur ein bisschen Zeit und kein richtiges Reisebudget. Einfach mal vom Alltag ausbrechen und was erleben.

Christo Foerster, Host eines Podcasts zum Thema, der diese kleinen Abenteuer auch selbst unternimmt, sagt: "Eigentlich geht es um eines: Dinge anders machen als wir sie immer machen."

"Ich habe ein Motto: Raus und machen. Es ist wirklich so einfach, wie es sich anhört."
Christo Foerster, Podcaster

Im Prinzip funktionieren Mikroabenteuer wirklich komplett ohne Plan, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Johannes Döbbelt. Wir sollten deshalb einfach loslaufen und spontan abbiegen, oder eine Münze über die Richtung entscheiden lassen.

Mit Planlosigkeit ins Mikroabenteuer

Wir könnten auch einmal um die eigene Stadt wandern, den höchsten Berg im Bundesland erklimmen – oder mit der Straßenbahn bis zur Endhaltestelle fahren und dann nach Hause laufen. "Wir können mit dem Fahrrad ans Meer fahren oder einen Weg mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen", sagt Christo Foerster. "Wenn es zwei Tage dauert, dann dauert es eben zwei Tage."

Für sich selbst hat er drei Regeln aufgestellt, die er bei seinen Mikroabenteuern befolgt:

  1. Sie dauern zwischen sechs Stunden und drei Tagen. Das bedeutet auch, dass kurze Spaziergänge und ausgedehnte Reisen nicht darunter fallen.
  2. Christo Foerster benutzt kein Auto oder Flugzeug, sondern maximal Bus und Bahn, um von A nach B zu kommen.
  3. Bei Mehrtagestrips übernachtet er nie im Zelt, sondern immer unter freiem Himmel – zum Beispiel im Wald, in einer Hängematte. Angst hat der Podcaster dabei nicht.
"Das ist für viele erst mal ein bisschen unheimlich. Am Ende ist es überhaupt nicht so wild. Die Natur ist unser natürlicher Lebensraum und tief im dunklen Wald ist es so sicher wie nirgendwo anders nachts in Deutschland."
Christo Foerster, Podcaster

Allen, die das Draußenübernachten ohne großen Aufwand ausprobieren wollen, empfiehlt Christo Foerster erst mal eine Nacht auf dem eigenen Balkon, auf der Terrasse oder im Garten. "Da braucht man überhaupt kein Equipment", sagt er. "Da kann man zur Not auch einfach die Matratze und eine Bettdecke rauslegen, um mal ein Gefühl dafür zu kriegen: Wie ist das eigentlich nachts draußen?"

Tipps für Mikroabenteuer im Alltag

Und wer auf so kleine und doch irgendwie große Abenteuer keine Lust hat, kann auch versuchen, seinen Alltag ein stückweit zu durchbrechen. Beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und einfach mal einen etwas anderen Weg nehmen, der vielleicht länger dauert, aber spannender ist. Oder einfach mal:

  • In der Mittagspause alleine rausgehen und in die Sonne setzen – ohne ständig aufs Handy zu starren.
  • Das Mittagessen mit in den Park nehmen und ein kleines Picknick machen.
  • Mit einer Kamera durch die Stadt laufen, die besten Motive fotografieren, sich davon treiben lassen – und damit einen anderen Blick auf die eigene Stadt bekommen.