Forschende vom Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen haben erforscht, wie viel Mikroplastik in der Umwelt landet. In Deutschland sind es jedes Jahr rund 330.000 Tonnen. In der dritten Folge ihres neuen Podcasts "Gefährlich praktisch" beschäftigt sich Kerstin Ruskowski mit den kleinen Plastikpartikeln.

Das meiste Mikroplastik gelangt durch den Reifenabrieb von Autos und LKW, aber auch in geringerem Maß von Fahrradreifen und Skateboard-Rollen in die Umwelt. Ralf Bertling ist einer der Forscher vom Fraunhofer-Institut UMSICHT und rät, achtsam Auto zu fahren, um den Abrieb der Reifen zu verringern.

"Man kann moderat fahren und sollte nicht heftig beschleunigen und bremsen. Man muss auch nicht immer das Auto benutzen, sondern kann das Fahrrad nehmen."
Ralf Bertling, vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Mikroplastik gelangt auch durch Kosmetikprodukte und beim Waschen von Kleidungsstücken aus Polyester in die Kanalisation, wenn sich kleinste Teile aus der Kleidung lösen. Diese Mikrofasern können dann auch im Meer oder mit dem Klärschlamm aus der Kläranlage auf dem Feld landen.

Mikroplastik im Körper

Forschende der Universität Newcastle in Australien haben 50 Studien ausgewertet und errechnet, dass jede Person weltweit pro Woche bis zu fünf Gramm Mikroplastik aufnimmt. Das Mikroplastik steckt laut den Forschenden vor allem in Wasser, in Schalentieren, in Bier und in Salz.

Albert Braeuning vom Bundesinstitut für Risikobewertung sagt, man wisse noch nicht, was mit Mikroplastik-Partikeln oder auch durch diese Partikel im Körper passiere - und deshalb könne man auch nicht sagen, wie gefährlich es ist.

In der nächsten Folge geht es darum, was Plastik eigentlich ist, warum Plastik zum Problem geworden ist und was es mit dem Klimawandel zu tun hat.