Scheinbar kostenlose Spiele-Apps haben indirekt ihren Preis: Gamer müssen sich per Mikrotransaktion ins nächste Level kaufen.

Viele der Spiele-Apps sind Free-to-Pay (F2P) und kinderleicht herunterzuladen. Doch ganz umsonst sind diese Spiele nicht. Will der Spieler Spielgegenstände kaufen, ein schwieriges Level freischalten, oder sich sogenannte "Anty Items" zulegen, muss er dafür bezahlen. Die Beträge sind meist gering und werden als Mikrotransaktionen bezeichnet. Klingt harmlos, damit lässt sich aber richtig gut Geld verdienen.

Lukrative Branche

Die deutsche Spieleindustrie hat 2013 mit dem Verkauf von Spielen für Handys und Tablets 39 Millionen Euro verdient. Zum Vergleich: Mit Mikrotransaktionen innerhalb von F2P-Spielen auf Handys und Tablets wurden 209 Millionen verdient, also rund fünfmal so viel!

Versteckte Zahlungsvorgänge

Viele der F2P-Spiele sind so konzipiert, dass der Spieler nur Spaß daran hat, wenn er die richtigen Werkzeuge für das Spiel hat und die muss er sich meist dazu kaufen. Bei manchen Spielen sind die Mikrotransaktionen erst gar nicht offensichtlich, das heißt, der Spieler bekommt gar nicht mit, dass er eben ein paar Cent bezahlt hat. Schlimmstenfalls können sich diese Mikrotransaktionen auf mehrere hundert Euro im Monat summieren, warnt der Journalist Tobias Nowak.

App-Einstellungen kontrollieren

Besonders Android-Nutzer müssen bei Mikrotransaktionen vorsichtig sein, weil sich diese nicht automatisch abschalten lassen. Schutz bietet das Google-Passwort, dass der User im Play-Store aktivieren kann. Oder er richtet sich ein App-Konto ein, über das die Transaktionen laufen. Auf dem iPhone lassen sich automatische App-Käufe über die "Einstellungen" ausschalten.