Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, dass viele Dinge in unserem Alltag plötzlich nicht mehr gelten können. Stattdessen konzentrieren wir uns aufs Wesentliche und fragen uns, was wir gerade wirklich brauchen.

Weniger soziale Kontakte, weniger Verpflichtungen und endlich mal Zeit,
die Geschwindigkeit aus dem Alltag zu nehmen — diese Erfahrungen macht auch Ab-21-Hörer Jonathan. Er kommt aus Schwalbach-Elm in der Nähe von Saarbrücken und hat uns vorgeschlagen, über Minimalismus zu sprechen.

Jonathan nutzt gerade die freie Zeit, um mehr in die Natur zu gehen und die Entschleunigung des Alltags zu genießen. Allerdings hat er auch zu Hause den Keller entrümpelt und sich von Gegenständen befreit. Als klassischen Minimalisten bezeichnet er sich allerdings nicht — eher als Essentialisten.

"Minimalismus sollte nicht bedeuten, dass wir nur Gegenstände aussortieren, um dann Platz für Neue schaffen zu können."
Jonathan, Ab-21-Hörer

Seiner Meinung nach, sollten wir uns mit dem Label Minimalismus nicht selbst
überfordern und versuchen, möglichst wenige Gegenstände zu besitzen. Für Jonathan geht es nicht um einen Zwang zum Verzicht. Gleichzeitig findet er es aber auch nicht sinnvoll, nur Dinge auszusortieren, damit wir Platz für Neue haben.

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Minimalismus ist auch eine Form der Achtsamkeit

Wir könnten mal den Keller entrümpeln, aber dafür ist am Wochenende zu wenig Zeit – diese Ausrede zieht gerade nicht. Der Corona-Lockdown hat vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, endlich mal zu Hause auszusortieren. Minimalismus-Youtuberin Ekaterina Polyakova findet diesen Trend super. Sie hat vor sechs Jahren angefangen, ihren Besitz zu reduzieren und ist sehr glücklich damit.

"Die Krise hat zur Entschleunigung geführt und gibt den Leuten die Möglichkeit, sich zu fragen: Lebe ich eigentlich so, dass es mir guttut?"
Ekaterina Polyakova, Youtuberin Minimal Mimi

Für Ekaterina bedeutet Minimalismus, dass sich Menschen auf das Wesentliche konzentrieren, auch gedanklich, das mache uns achtsamer. Die Corona-Krise habe vielen die Möglichkeit gegeben, ihr Leben zu hinterfragen. Für die einen bedeutet das, dass sie die Wohnung ausmisten, die anderen verändern ihre Verhaltensweisen.

Wie wir den Fokus aufs Wesentliche nach Corona erhalten können, verrät Ekaterina im Podcast.