Miriam Spies war in Marokko unterwegs und konnte dort auch in den Alltag von vielen verschiedenen Menschen eintauchen. Sie erzählt von ihren Begegnungen.

Am besten hat ihr Tanger gefallen, die alte Hafenstadt, die seit Jahrhunderten von Künstlern und Schriftstellern bereist wurde – die auch alle ihre Spuren dort hinterlassen haben. "Dadurch hat es bis heute den leichten Anstrich einer verruchten Diva. Das mag ich", sagt Miriam.

Internationale Hafenstadt Tanger

In Tanger herrsche beispielsweise eine ganz andere Atmosphäre als in Städten wie Casablanca, Rabat oder Marrakesch. Miriam sagt, der Grund dafür liege in der Tatsache, das Tanger lange Zeit "Internationale Zone“ war. Die Menschen in der Stadt sind es gewohnt, dass viele Fremde vorbeikommen und dass verschiedene Religionen nebeneinander leben.

Miriam Spies vor dem Grand Hotel Villa de France in Tanger
© Miriam Spies
Miriam Spies vor dem Grand Hotel Villa de France in Tanger

Miriam war im Winter unterwegs. Eine Zeit, in der Touristen nicht unbedingt nach Marokko reisen. Das Wetter ist dann im Norden – mit 8 bis 13 Grad – eher kühl und es regnet extrem viel. "Entsprechend leer sind die Straßen auch", sagt Miriam Spies.

"Das Problem ist halt auch nachts, weil es dort oft Fenster ohne Fensterscheiben gibt – und keine Heizung."

Im Univiertel in Tanger hat Miriam Freunde besucht und in einer Studenten-WG gewohnt. Sie kannte die Jungs aus dem Vorjahr, als sie mit einer Freundin in Marokko rumgereist ist. Die Zeit in der WG war für Miriam besonders schön, die Gastgeber haben ihr alles gezeigt und wirklich nach dem Motto gelebt "Unser Haus ist Dein Haus".

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wie Miriam durch Marokko gereist ist, welche anderen Städte sie besucht hat und was Miriam in marokkanischen Familien erlebt hat, dann hört euch das komplette Audio an. Miriam hat auch ein Buch über ihre Reise geschrieben: Im Land der kaputten Uhren. Mein marokkanischer Roadtrip. Erschienen im September 2019 im Conbook Verlag.