Trampen ist gut für das Klima. Außerdem ist es auf dem Land schwierig, ohne Auto mobil zu sein. Deshalb gibt es Mitfahrbänke – auch in Schleswig-Holstein. Unser Reporter Johannes Kulms hat sich auf eine der Bänke gesetzt beziehungsweise daneben gestellt – denn die Bank war nass vom Regen.

Mitfahrbänke gibt es mittlerweile in mehreren Gemeinden und Regionen in Deutschland. Damit soll das Mitfahren seriöser werden – und natürlich kann man es sich während des Wartens schön auf der Bank gemütlich machen. Auch in Schleswig-Holstein gibt es Mitfahrbänke.

An den meisten Mitfahrbänken sind Tafeln mit Ortsnamen angebracht, aus denen man wählen kann. Entweder man hängt die Tafeln an eine Stange oder klappt sie ähnlich einem Signalschild aus. 

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Unser Reporter Johannes steht morgens an einer Mitfahrbank in Hürup und wählt die Tafel mit dem Ortsnamen Satrup aus. Johannes Kulms wartet nur ein paar Minuten bis Emma anhält. Sie ist 36 Jahre alt und will wissen, wer die Bank nutzt. Denn sie ist eine der Initiatorinnen der Mitfahrbänke vor Ort.

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Einziges Problem: Emma stoppt nicht mit ihrem Auto, sondern fährt mit dem Lastenrad vor. Unseren Reporter stört das nicht. Johannes Kulms steigt ein.

Mitfahrbänke für mehr Mobilität auf dem Land

Emma unterstützt die Idee der Mitfahrbank, weil es dem Klimaschutz dient, wenn weniger Menschen Pkw besitzen und mehrere Leute im Auto sitzen. Aber auch, um die Mobilität auf dem Land zu erhöhen. Ohne Auto sei es schwierig, von einem Ort zum nächsten zu kommen. Deshalb würden zum Beispiel ältere Menschen wegziehen. Mit der Mitfahrbank wolle man deutlich machen, dass man nicht irgendwo strandet, sondern wieder nach Hause komme.

"Wir wollen zeigen, dass es ein Netz gibt. Dass man hin und zurück kommen kann."
Emma, Unterstützerin der Mitfahrbänke in Schleswig Holstein

Doch bislang wird die Mitfahrbank noch wenig genutzt. Emma hofft, dass das Angebot bekannter wird – bei Autofahrern und Mitfahrern.

Sie nimmt unseren Reporter Johannes Kulms mit bis nach Husby – eine Strecke von rund sechs Kilometern. Dort klappt unser Reporter an der Mitfahrbank die nächste Ortstafel aus: Langballig. Aber es wird nicht einfach sein, wieder zurückzukommen. Denn es gibt zwar 50 Mitfahrbänke in der Region, aber an jeder Bank eine andere Auswahl an Ortstafeln. Das macht es kompliziert: Man kann nicht an allen Mitfahrbänken alle Orte auswählen. "Das ist ein kleiner Nachteil an dem System", sagt Johannes Kulms. Ergänzend zu den Mitfahrbänken soll es bald auch eine App geben.