Lange Hippiekleider, weite Hosen und jede Menge Fransen: Das sind die Highlights für 2016. In unserem Ausblick auf die kommenden Modetrends testen wir, ob sie auch alltagstauglich sind.

Mit unzähligen Trends wartet das neue Jahr auf: Fransen, Netz, Statement-Bomberjacken, Pyjama-Look, Hippiekleider, Metallic-Hosen, weite Hosen im Stil der 70er-Jahre, die Farben grün, gelb, koralle, orange. Das sieht auf den Laufstegen der Fashion Weeks zwar alles wunderbar aus, bringt für den Alltag aber Tücken mit sich.

"Meine Hosen hat Fransen, die schnell in der Fahrradkette hängenbleiben und mir die Möglichkeit bieten vorne übern Lenker abzusteigen.“
DRadio-Wissen-Reporterin Gesine Kühne

Keine Frage, das Boho-Kleid von Chloé ist ein Traum. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Designer es auf seine Alltagstauglichkeit getestet haben. Rolltreppe, Fahrrad, Bustüren, Rollen unter dem Bürostuhl - es gibt tausende tückische Momente, in denen man sich mit dem Kleid verfangen kann.

Klar ist auch, dass so ein Chloé-Kleid sowieso unbezahlbar ist. Aber die Trends, die die großen Labels vorgeben, landen früher oder später als günstigere Kopie in den Kaufhausketten. Und dann kauft man sich die Fransenjacke, das bodenlange Kleid oder die Hose mit dem weiten Schlag und stellt fest: Für die täglichen Besorgungen und Wege ist das nichts.

DRadio-Wissen-Reporterin Gesine Kühne besucht Modedesignerin Malaika Raiss in ihrem Atelier. Sie schaut sich an, wie die Designerin vorgeht, wenn sie neue Teile entwirft. Ein Moodboard aus Stoffschnipsel und Fotos hilft der Labelinhaberin aus vielen verschiedenen Kunst-, Material- und Farbtrends eine zusammenhängende Kollektion zu entwickeln, die den Zeitgeist widerspiegelt. Während wir als Verbraucher uns mit den Trends des Frühjahrs und Sommers befassen, plant Malaika Raiss schon die kommende Winterkollektion. Ein großes Thema für die Entwürfe, an denen sie gerade arbeitet, ist die Lentikulartechnik: Ähnlich wie bei Wackelbildern wird durch eine optische Täuschung ein 3D-Effekt erzeugt, wenn wir diesen Stoffdruck ansehen, während wir daran vorbeilaufen.