Endlich: Der Frühling ist da. Und am Wochenende? Geht ihr raus in den Wald? Dann seid vorsichtig. Geocacher, Mountainbiker, Wanderer, Gassigeher: In Deutschlands Wäldern herrscht Chaos und manchmal Krieg.

Fangen wir mal mit den Mountainbikern an. Sorry, liebe Mountainbiker. Fahren mit grobstolligen Reifen und hohem Tempo bergab ist für den Waldboden eine ziemliche Tortur. Auch die Wurzeln der Pflanzen leiden. Im Boden bilden sich Rillen und sobald es regnet, kann es zur Erosion kommen.

Selbstgebaute Rennstrecken und Nagelfallen

Aber manchen Mountainbikern ist das noch nicht genug. Sie bauen sich im Wald interessante, aber illegale Rennstrecken mit Rampen und Schikanen. Damit es nicht langweilig wird. Die Forstämter versuchen teils in Kontakt zu kommen und gemeinsam mit den Mountainbikern Lösungen zu finden.

"Es gibt eine relativ ausgeprägte Szene von Menschen, die das spannend finden. Die Schikanen, Rampen und Brücken als Komplikationen einbauen. "

Gegen die Mountainbiker wehren sich wiederum andere Waldnutzer. Im Schwarzwald eröffnen Unbekannte fast schon den Krieg. Im vergangenen Jahr wurden Baumstämme mit angespitzten Ästen quer über die Fahrbahn eines Mountainbikeweges gelegt. In den Waldboden wurden Nagelfallen eingegraben, damit die Fahrradreifen platzen. In der Nähe von Trier spannten Unbekannte Seile über die Downhillstrecke für Mountainbiker. Das ist verdammt gefährlich für die Fahrradfahrer.

Aber es gibt noch mehr Ärger im Wald. Auch das Geocaching sorgt für Unmut. Vor allem, wenn die Geocacher in der Nacht losziehen, um Wegmarken zu suchen. Sie können dann die Tiere stören. Außerdem verlassen die Suchenden gerne mal die Wege, was die Förster wiederum nicht begeistert.

Vor allem sind die sauer, wenn sich Menschen im Wald nicht an die Regeln halten. Manche Wälder sind Naturschutzgebiete. Dort gilt ein sogenanntes Wegegebot. Das heißt, alle müssen auf den Wegen bleiben. Auch die Geocacher.