Ihre Butter machen sie selbst, die Einkäufe erledigen sie mit Tupperdosen und auf dem Klo gibt es eine Popo-Brause: Olga und Gregor leben fast ganz ohne Müll.

Eigentlich verläuft Olga Witts Morgen so wie der vieler Menschen. Sie putzt sich die Zähne, duscht, isst ein Müsli, trinkt Kaffee. Nur dass Olga dabei keinen Müll produziert: Die Zahncreme macht sie selbst aus Pulver, ihre Zahnbürste ist aus Holz und Naturfaserborsten, ihr Müsli mischt sie selbst aus Getreide und Milch aus der Pfandflasche. Und auch der Kaffee hat vorher nicht in einer Plastikverpackung gesteckt.

Kauf nur, was du brauchst

Olga hat vor zweieinhalb Jahren angefangen, ihren Müll zu reduzieren, als sie zum ersten Mal von Zero Waste gehört hatte: "Ich bin sehr schnell auf viele Tipps gestoßen und dachte, das will ich unbedingt machen!" Gregor, den sie vor einem Jahr kennengelernt hatte, war ebenfalls schnell überzeugt.

"Das hat mich sehr angesprochen und sofort gepackt."
Gregor Witt, Zero Waste Anhänger

Wenn die Familie Lebensmittel kauft, dann sind diese entweder unverpackt oder zumindest nicht in Plastik verpackt. Ein Riesenproblem dabei, sagen beide, sind die Nudeln - die gibt es so einfach nicht. Lange Zeit musste Olga und ihre Familie außerdem auf die geliebte Butter verzichten - Butter in Alufolie kam einfach nicht in die Tüte. Bis sie endlich erfahren hat, wie man Butter selber machen kann.

So einfach geht Butter

"Das Schöne daran ist, dass man grundsätzlich weniger ausgibt." Ein Stück weit ist die Leidenschaft für die Sache ihr Motivator. Auch wenn es ihnen und den Kindern manchmal schwer fällt, auf Süßigkeiten oder Lifestyleprodukte aus Überzeugung zu verzichten. Für "Neueinsteiger" haben sie ein paar einfache Tipps:

  • Obst und Gemüse auf dem Markt oder unverpackt kaufen
  • Stofftaschen mitnehmen
  • Kaffee unverpackt in der Rösterei kaufen
  • Haarseife verwenden statt Shampoo
  • Stoff- statt Papiertaschentücher

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