Stefan und Cedric verkaufen eigentlich Vintage-Klamotten. Neurdings haben sie aber auch selbstgenähte Mundschutze im Programm - mit Marken-Logos von Luxusmarken.

Der erste Blick fällt meistens ins Gesicht. Und dieses Gesicht, das muss gerade wegen der Corona-Pandemie mit einem Mundschutz halb bedeckt werden. So schnell ändern wird sich das vermutlich nicht – deswegen werden die Masken, die man auf der Straße sieht, immer individueller und bunter.

Mundschutz geht auch mit Streetstyle-Luxus

Cedric Reathi und Stefan Pieprzyk wollen im Masken-Style-Geschäft mitmischen. Die beiden verkaufen in ihrem Store "2Live Fashion Berlin" Vintage-Streetwear. Während der Corona-Pandemie stellen die Berliner aber auch selbst her: Sie verkaufen Schutzmasken mit Designer-Logos aus Luxusmarken-Stoffen.

"Das ist eben, wie wir Masken interpretieren würden: All In."
Stefan Pieprzyk

"Viele Leute wollen einfach, dass man plump die Marke sieht, dass da groß Chanel steht oder Louis Vuitton", erklärt Cedric die Idee. "Wenn da Monogramme ballern, dann ist das schon eine andere Optik als wenn nur ein Blumen-Bild zu sehen ist", meint Stefan. "Das ist einfach auf die Fresse, die Brands in die Fresse."

Die Stoffe kriegen sie über Kontakte geliefert, teilweise stellen sie die Masken auch aus Vintage-Bettlaken her. "Die Classics gehen immer: Louis Vuitton, Chanel, Gucci." Sie haben aber auch schon individuelle Anfertigungen hergestellt. Stefan hat sich eine persönliche Maske aus einem Hertha-Trikot gemacht. "Darauf haben sich auch ein paar Herthaner gemeldet und dann haben wir noch ein paar Hertha-Masken gemacht", erzählt der Unternehmer.

Die Reaktionen seien "brutal", so Stefan. "Alle gucken mir ins Gesicht, und genau so will ich’s ja auch." Sogar HipHop-Star Juju trägt eine ihrer Masken – sie hat eine im pinken Louis-Vuitton-Look bekommen.

Die Masken sind nicht gerade günstig: Die Kunden zahlen zwischen 50 und 80 Euro. "Die Leute zahlen auch gerne", meint Cedric – es seien schließlich handgemachte Masken aus Berlin mit Original-Stoffen.

"Ich persönlich würde jetzt nicht unbedingt eine Maske für 80 Euro kaufen."
Cedric

Aber gerade jetzt können sich nicht alle so eine Maske leisten. Die beiden wollen auch deshalb einen Teil des Gewinns spenden. "Ich persönlich würde jetzt nicht unbedingt eine Maske für 80 Euro kaufen – da bin ich ganz ehrlich", sagt Cedric dazu.