Annika und Hugo Sebastian Trappmann haben ihre Fabrik so umgestaltet, dass sie ihre Produkte möglichst nachhaltig produzieren können. Jetzt sind sie und ihr Team deswegen Preisträger.

Beim Licht fängt es an: In der Blechwarenfabrik Limburg sind intelligente LED-Leuchten verbaut, die sich fortlaufend an das Tageslicht anpassen und für gleichbleibende Lichtverhältnisse in den Innenräumen sorgen.

Bei der Stromerzeugung geht es weiter: Auf dem Dach steht eine Photovoltaik-Anlage, die einen großen Teil des benötigten Stroms produziert. Die Hitze des Lackierofens wird genutzt, um Räume zu beheizen oder umgewandelt, um damit Produktionsmaschinen zu kühlen.

Ein Interesse an Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Produktion: Bei der Herstellung von Metallverpackung setzen die beiden Geschäftsführer Annika und Hugo Sebastian Trappmann eigens entwickelte Maschinen ein, um möglichst wenig Weißblech durch Verschnitt zu verschwenden.

"Mit den Technologien, die uns bereits heute zur Verfügung stehen, sind die Energieprobleme, die wir haben, zu lösen. Und damit auch die CO2-Problematik."
Hugo Sebastian Trappmann, Blechwarenfabrik Limburg

In dem Familienbetrieb, der seit 150 Jahren Metallverpackungen produziert, sind rund 320 Mitarbeiter beschäftigt. Die Blechwarenfabrik gilt schon seit einigen Jahren als eines der Unternehmen, die sich wegweisend an Nachhaltigkeit orientieren.

Nachhaltigkeit zahlt sich auch für das Unternehmen aus

Indem sie viele Bereiche der Produktion digitalisiert haben, ist es Annika und Hugo Sebastian Trappmann gelungen, so zu produzieren, dass jährlich nach eigenen Angaben 2600 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger ausgestoßen und rund 100 Tonnen Weißblech eingespart werden können. Durch den sparsamen Umgang mit Ressourcen trägt das zum Umweltschutz bei und ist gleichzeitig ein ökonomischer Vorteil.

"90 Prozent des Verpackungsstahls, der in Deutschland verarbeitet wird, wird recycelt. 80 Prozent des jemals hergestellten Stahls befindet sich nach wie vor in den Kreisläufen."
Hugo Sebastian Trappmann, Blechwarenfabrik Limburg

Die Geschäftsführer setzen sich schon seit zehn Jahren für eine nachhaltige Produktion ein. Annika Trappmann findet, dass das in den vergangenen Jahren zu wenig kommuniziert wurde.

Über nachhaltige Praktiken zu sprechen, hält sie für wichtig. So könnten andere Firmen mitgenommen werden, die vielleicht weniger nachhaltig arbeiten. Mit dem Deutschen Umweltpreis habe sie nicht gerechnet, und so freuen sich die Geschwister sehr darüber, dass ihr Engagement der letzten Jahre auf diese Art gewürdigt wird.

"Für uns und auch für unser komplettes Team ist der Umweltpreis eine großartige Bestätigung für die harte Arbeit der letzten Jahre."
Annika Trappmann, Blechwarenfabrik Limburg