Die Weibchen der Nasenaffen stehen auf große Nasen bei den Männchen. Doch die Nase kann weit mehr, als nur Weibchen anlocken.

Die imposante Nase eines ausgewachsenen Nasenaffenmännchens kann bis zu 20 Zentimeter lang werden. Außer als Lockmittel funktioniert sie auch als körpereigene Resonanzkammer und verstärkt so die Warn- und Paarungsrufe der Männchen. Bei der Durchquerung von Gewässern setzen die Primaten die Nase als Schnorchel ein. Obwohl die Weibchen nur eine "Stupsnase" im Vergleich zu den Männchen haben - besser riechen kann Herr Nasenaffe nicht.

Im Alter kann der lange Zinken aber auch lästig werden: Beim Essen hängt er derart im Weg, dass die Affensenioren sie zur Seite halten müssen. Nasenaffen ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Früchten. Die Nahrung ist schwer verdaulich und wenig energiereich, deshalb müssen die Affen ständig fressen. Daher ist ihr Bauch immer kugelrund nach vorne gewölbt. Und wie Kühe würgen sie die Nahrung wieder hoch, kauen und schlucken erneut.

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Nasenaffen werden bis zu 75 Zentimeter lang. Sie leben in tiefer gelegenen Regen- und Mangrovenwäldern Borneos in Gruppen von fünf bis 30 Tieren. Dabei handelt es sich entweder um eine Harems- oder eine Junggesellengruppe. Die Ureinwohner nennen die Nasenaffen "Orang Belanda - "Holländer", weil ihr Aussehen sie an die ehemaligen Kolonialherren erinnert: Füllig, untersetzt, mit sonnenverbrannter Nase.