Die Gleichstellungsbeauftragte im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristin Rose-Möhring, hat vorgeschlagen die deutsche Nationalhymne gendergerecht umschreiben zu lassen. Den Text möchte die SPD-Politikerin an zwei Stellen ändern.

Österreich hat es bereits getan, Kanada ebenfalls und ginge es nach dem Willen der Gleichstellungsbeauftragten im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Kristin Rose-Möhring, dann soll auch Deutschland die Nationalhymne gendergerecht umtexten. So zumindest fordert es die SPD-Politikerin in einem internen Brief anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März, der an die Bild am Sonntag geleakt worden ist.

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Statt "Vaterland" schlägt sie "Heimatland" vor, "brüderlich" solle mit "couragiert" ersetzt werden. Vom Familienministerium gab es dazu bisher keine offizielle Stellungnahme, da es sich um einen internen Brief der Politikerin handelt. Im Netz hingegen gibt es viele Reaktionen auf den Vorschlag. Die einen regen sich über die "Genderwahnsinn" auf, andere finden den Vorschlag gut.

"In der rechten Filterblase regt man sich auf, da gibt es den Vorwurf vom Genderwahnsinn."
Paul Vorreiter, Korrespondent im Hauptstadtstudio

Auf die Frage, was die Bundeskanzlerin von dem Vorschlag halten würde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass Angela Merkel mit dem Text der Hymne in ihrer traditionellen Form zufrieden sei.

Rechtliche Zuständigkeit unklar

Die Nationalhymne sei kein Teil unseres Grundgesetzes, erklärt unser Korrespondent aus dem Berliner Hauptstadtstudio Paul Vorreiter. In einem Briefwechsel zwischen dem Bundespräsidenten und dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegt, dass das Deutschlandlied die Nationalhymne sei und daraus die dritte Strophe gesungen werden solle. 

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Nach der Wiedervereinigung wurde das von Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl bestätigt. Unklar ist, ob eine Änderung auch heute noch Sache des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers wäre, oder ob das Parlament darüber entscheiden müsse, sagt Paul Vorreiter.

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"Bisher ist das Thema von keinem Koalitionspolitiker in irgendeiner Form angesprochen worden. Insofern glaube ich eher, dass wir uns morgen oder übermorgen darüber nicht mehr unterhalten."
Paul Vorreiter, Korrespondent im Hauptstadtstudio

Im Ausland hingegen hat sich in der Sache mehr getan: In Kanada hat der Senat im Januar dieses Jahres einer Änderung zugestimmt. Und auch in Österreich wurde die Bundeshymne angepasst. Seit 2012 ist hier von den Töchtern und Söhnen des Landes die Rede.

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