Nebel, Wolken? Nein, klarer Himmel in Spitzbergen, passend zur dortigen totalen Sonnenfinsternis. Dirk Lorenzen ist begeistert: dabei ist es schon seine zwölfte.

Schnee und Minus 18 Grad. Besonders eindrucksvoll ist die Sonnenfinsternis in Spitzbergen. In einem schmalen Streifen über dem Nordatlantik, in dem auch die Faröer Inseln liegen, verdunkelt sich die Sonne komplett. Dirk Lorenzen ist Wissenschaftsjournalist und als Sofi-Fan vor Ort. Zum zwölften Mal erlebt er, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt.

"Dass mitten am Tag die Sonne ausgeht, ist ein absolutes Urerlebnis. Man fühlt, dass das etwas unglaubliches ist. Und irgendwie auch etwas bedrohliches"
Dirk Lorenzen, Wissenschaftsjournalist
Mann mit Sonnenfinsternisbrille vor Schneelandschaft
© Dirk Lorenzen

Sobald sich der Himmel verdunkelte, kläfften und jaulten die Schlittenhunde in der Eislandschaft. Die totale Dunkelheit am Tag ist auch für Dirk Lorenzen immer wieder ein mulmiger Moment. "Die letzten Minuten sind schon spektakulär". Eine (fast) einmalige Kulisse.

"Bei meiner ersten Sonnenfinsternis 1995 in Indien (sie war nur 45 Sekunden lang), war ich richtig froh, als die Totalität vorbei war und die Sonne wieder zum Vorschein kam", erzählt der Journalist, dessen Sonnenfinsternis-Sichtungen jeden Sofi-Anfänger neidisch werden lassen: Er war schon in Venezuela, Indien, Iran, Libyen, Mosambik, Zimbabwe, zweimal in China und Australien oder auch auf den Osterinseln.

"Eine Finsternis mit Worten zu beschreiben ist genauso unmöglich, wie eine Pizza zu faxen“
Dirk Lorenzen über eine Sofi-Redewendung

Auch nicht schlecht ist der Blick aus dem Weltraum:

Das Ticket für Spitzbergen hatte Dirk Lorenzen übrigens schon seit zwei Jahren in der Tasche. Wer also heute Pech mit störrischen Wolken hatte, am besten schnell für das nächste Ereignis auf dem Planeten planen.