Der große Mann Südafrikas, Nelson Mandela, würde am 18. Juli 100 Jahre alt. Er starb 2013. Der Friedensnobelpreisträger hat der Welt gezeigt, dass selbst nach Jahrzehnten der Apartheid immer noch Frieden möglich ist. Dann, wenn sich Unterdrücker und Unterdrückte gleichermaßen von ihrer Vorgeschichte befreien. Es gibt aber auch Kritik an dem Freiheitskämpfer. Ein Vortrag von Stephan Kaußen. 

Der Journalistik-Professor mit den Schwerpunkten Sport und Politik ist ein exzellenter Kenner des afrikanischen Landes und Buchautor. Er beklagt – trotz aller Verehrung für Mandela – dass dessen Erbe nach seinem Tod immer mehr verblasst. Als Beispiel führt er an, in Südafrika habe sich neben der weißen inzwischen eine schwarze Elite gebildet, die ihren Reichtum noch viel protziger zur Schau stelle. 

"Das erscheint aus Sicht der vielen Millionen Habenichtse, die wirklich nichts haben außer ihre Blech- und Holzhütten, moralisch beinahe noch schlimmer als weißer Reichtum."
Stephan Kaußen, Journalistik-Professor

Stephan Kaußen setzt seine Hoffnungen nun auf den neuen Präsidenten des Landes, auf Cyril Ramaphosa, erst seit Februar 2018 im Amt. Der habe sich schon in den 1990er Jahren einen Namen als hervorragender Verhandler und Brückenbauer gemacht.

Seinen Vortrag hat Stephan Kaußen von der Macromedia-Hochschule in Köln aus Anlass des 100. Geburtstages von Nelson Mandela am 18. Juli 2018 exklusiv für den Hörsaal von Deutschlandfunk Nova gehalten.

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