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Netflix steigt ins Gaminggeschäft ein: Nutzerinnen und Nutzer sollen ab 2022 auch Zugriff auf exklusive Spiele bekommen. Teurer wird das Abo angeblich nicht.

Gerüchte, dass Netflix auch in das Geschäft mit Spiele-Streaming einsteigt, gab es schon länger: Bereits im Mai war bekannt geworden, dass das Unternehmen eine eigene Gaming-Plattform im Stil von Apple Arcade plant. Wie ambitioniert das Ganze wird, hat sich aber erst jetzt herausgestellt. Netflix plant, auch eigene Spiele zu entwickeln, wie jetzt offiziell angekündigt wurde.

Start ab 2022 geplant

Laut Nachrichtendienst Bloomberg soll es 2022 losgehen.

Chef der neuen Gamingsparte bei Netflix soll laut Games-Magazin "Game Pro" der Ex-Electronic Arts- und Facebook-Manager Mike Verdu werden. Bei Facebook war Mike Verdu für Spiele beim hauseigenen Virtual-Reality-System Oculus verantwortlich.

Interessant wird sein, an welcher Position im Gaming-Markt sich Netflix aufstellen wird. Offiziellen Statements dazu gibt es noch nicht. Der Onlinedienst "Game Star" vermutet, Netflix könnte vielleicht die hauseigenen TV-Serien wie "The Witcher", "Stranger Things" oder "Castlevania" mit neuen Spielen verknüpfen. Das würde insofern Sinn ergeben, als dass Netflix schon jetzt TV-Serien produziert, die auf Computerspielen basieren.

"Netflix könnte zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für andere Game-Flat-Angebote wie den Xbox Games Pass, Google Stadia oder Amazon Luna werden."
Martina Schulte, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Wenn Netflix zusätzlich zu den Eigenproduktionen ein paar große Games anderer Hersteller lizensiert, könnte das Unternehmen zu einer Konkurrenz für andere Game-Flat-Angeboten wie den Xbox Games Pass, Google Stadia oder Amazon Luna werden. Die dafür nötige Infrastruktur besitzt Netflix bereits: Schon jetzt verschiebt der Konzern mit seinen Filmen und Serien gigantische Datenmengen über den ganzen Globus.

Weniger Abo-Pausen

Dass das Netflix-Abo teurer wird, wenn auch Games angeboten werden, ist bisher nicht bekannt.

"Der Einstieg ins Gaminggeschäft soll angeblich erstmal keine Auswirkungen auf den monatlichen Preis fürs Netflix-Abo haben."
Martina Schulte, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Ein Grund für Netflix, auch auf Games zu setzen, könnten Abo-Pausen sein, die zahlende Nutzerinnen und Nutzer immer wieder einlegen. Das Online-Magazin Golem analysiert: Da Games oft länger sind als Serien oder Filme, könnten mehr Nutzende auch länger durchgehend Interesse am Angbot von Netflix haben.