Schon jetzt überfordert mit der Emoji-Auswahl? Wartet, bis ihr die Saaremojis gesehen habt. Und das könnte längst nicht das Ende der Spezial-Emojis sein.

Wo genau liegt das Saarland? Wie groß ist es eigentlich? Oder wie viele Menschen leben dort? Das alles ist gerade nicht so wichtig, wichtig ist, dass die Saarländer offenbar sehr auf ihre eigene Emojikollektion abgehen. Fast 400 Saarland-typische Emojis gibt es. In den ersten drei Wochen nach dem Start seien die Emojis mehr als 80.000 Mal heruntergeladen worden, sagt das Kreativbüro, das die Emojis mit Unterstützung des Kultur- und Wirtschaftsministeriums des Landes entwickelt hat.

Die Lyoner Wurst ist nicht irgendeine Wurst

Zum Beispiel die lachende Lyoner-Wurst, also die saarländische Variante von Fleischwurst. Die wird bei den Saarmojis sogar in der Bio-Variante angeboten. Aber auch typische Ausdrücke wie "Isch hann de flemm" also etwa die Krise kriegen. Besonders beliebt seien die Sprüche und die Crémant-Flasche.

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Der Emoji-Erfolg des kleinsten Bundeslandes weckt neben Spott auch direkt Gelüste in anderen Regionen: Brauchen wir jetzt auch kölsche "Et kütt wie et kütt"-Sprüche, die Bremer Stadtmusikanten, Berliner Bären und sowieso endlich eine Currywurst oder Pommes Schranke?

Spezial-Emojis als Marketing

Dass sich dahinter zuallererst eine Marketingaktion verbirgt, ist klar. Auch Unternehmen setzen immer wieder auf solche spezielle Editionen, dazu gibt es noch Influencer wie Kim Kardashian, die eigene (kostenpflichtige) Emoji-Kollektionen raushauen - mit "Love your Body"-Sprüchen bis zu Sexhandschellen und vielen Motiven der Kardashian-Marke.

Emojis für die SPD oder Kim Kardashian

An anderer Stelle könnten spezielle Emojis aber auch durchaus sinnvoll sein, vielleicht sogar bei Gesprächen im politischen Betrieb. Der Hamburger Politikstudent Josef Holnburger hat 2017 über eine Million Facebook-Kommentare auf den Seiten der Parteien ausgewertet. Sein Ergebnis: Zwar würde überall viel kommentiert, in Sachen Emojis fällt aber die SPD auf. Rund 20 Prozent der Kommentare würden mit Symbolen versehen. Anders bei der CDU, da würden Emojis eher zögerlich eingesetzt. 

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Was bei der Superspezialisierung der Emojis aber wegfallen würde, wäre der kreative Umgang mit dem bisherigen Emoji-Set. Denn oft zählt hier der Einfallsreichtum, um auch komplexe (oder auch anrüchige) Dinge in Emojiform darzustellen. Da werden Pfirsich und Aubergine mal schnell zu Sex-Vertretern oder wir überlegen uns Emoji-Codes, wenn wir über den unliebsamen Zeitgenossen sprechen: Diese werden dann zu Marsmenschen, Teufelchen oder zum laschen Toast.

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