Für alle, die es gerne detailliert mögen, baut unser Netzbastler Moritz Metz ein äußerst simples Einsteiger-Mikroskop. Die Teile dafür kosten etwa zwei Euro. Eure Smartphone-Kamera dient als Okular.

Wir bei Deutschlandfunk Nova wollen die Dinge immer gerne detailliert aus der Nähe betrachten, um sie besser zu verstehen. In der Forschung geschieht so etwas seit Jahrhunderten unter anderem mit Mikroskopen; unvorstellbar, wie es um Medizin, Biologie, Chemie und viele andere Wissenschaften ohne diese extremen Vergrößerungswerkzeuge bestellt wäre!

Vielleicht seid ihr schon selbst mit einem Mikroskop in winzige Dimensionen abgetaucht - gute und hochpräzise Gebrauchtgeräte gibt es laut dem Mikroskopie-Forum ab 250 Euro.

In unserer Selbermach-Sendung Netzbasteln bauen wir ein äußerst simples Einsteiger-Billig-Mikroskop, für einen Teilepreis von etwa 2 Euro. Und hey - es funktioniert!

Bildergalerie

Das Smartphone-Mikroskop besteht aus einer kleinen Linse mit 15mm Brennweite, die ihr entweder online kaufen oder einem Laserpointer entnehmen könnt. Als sogenanntes "Okular" dienen Kamera und Bildschirm eures Smartphones - das hat den Vorteil, dass die entstandenden Bilder gleich speicher- und teilbar sind.

Für eine stabile Position des Smartphones über dem Anschauungsobjekt könnt ihr einen Tisch aus Acrylglas und Gewindestangen bauen - oder einfach eine Vorrichtung aus Papier und Pappe falten. Eine Vorlage von "AdityaJ76" gibt es zum Ausdrucken bei der Plattform Instructables. Aber das ist nicht der einzige Weg zum DIY-Mikroskop: Auch eine alte USB-Webcam kann erstaunlich gut in ein Mikroskop verwandelt werden. Oder ihr bestellt euch den Bastelbögen für das einfache "Foldscope" des Stanford-Forschers Manu Prakash, über das wir schon berichtet haben.

Noch ein Weg zum Mikroskop: Auf der Berliner Netzkonferenz re:publica 2019 wird unser Netzbastler Moritz am Dienstag (07.05.) von 16-18 Uhr zwei kleine Workshops zum Smartphone-Mikroskop anbieten. Anmeldung bei uns am re:publica-Stand.