Die gute Nachricht zuerst: die Nintendo-Switch ist da. Darauf kann man "Zelda - Breath of the Wild" spielen. Das schlechte daran? Für Erweiterungen des Spiels sollen Fans extra bezahlen - das kommt nicht gut an.

Eines der wenigen und wichtigsten Spiele, die ihr zurzeit auf der Nintendo Switch spielen könnt, ist "Zelda - Breath of the Wild". In dem Fantasy-Abenteuer schlüpft der Spieler in die Haut des jungen Abenteurers Link, erkundet die riesige Fantasy-Welt Hyrule und muss sich mit allerlei Monstern herumschlagen, um die Welt und meistens auch Prinzessin Zelda zu retten. Ein buntes und kurzweiliges Abenteuer für rund 70 Euro.

Nintendo will jetzt bei einem Spiel aus der Zelda-Reihe zum ersten Mal DLCs verkaufen, Download-Content verkaufen - und das wird von Gamern stark kritisiert und verärgert die Fans.

"Nintendo will zum ersten Mal bei einem Zelda-Spiel zusätzlichen Download-Content verkaufen. Also das heißt: Du kaufst dir für 70 Euro das neue Spiel. Du kannst aber noch einmal 20 Euro extra ausgeben und bekommst mehr Spiel dafür."
Thomas Ruscher, DRadio Wissen

Im Sommer und im Winter erscheinen dann zusätzliche Inhalte zum Runterladen, neue Spielelemente, neue Gegenden zum Erkunden und neue Storys im Spiel. Die sind aber nicht in den 70 Euro für das Spiel enthalten. Bill Trinen von Nintendo rechtfertigt das mit dem Argument, dass der Spieleproduzent das für die Gamer tun würde.

"We made this massive world of Hyrule, we’ve spent a long time building it. It would be a waste to just make a game and have that be it. We want people be able to enjoy exploring the world."
Bill Trinen, Nintendo

Bei Smartphone-Spielen gibt es ein ähnliches Modell: Free2Play heißt es. Der Spieler kann kostenlos spielen, aber irgendwann stößt er an eine Grenze: Die Spiele werden dann entweder so schwierig oder langwierig, dass der Gamer sich für ein paar Euro Vorteile kaufen kann.

Oder die Spiele funktionieren so, dass die Story nicht weiter geht. Als ob man im Kino sitzt und dann extra bezahlen muss, um das Ende sehen zu dürfen. Viele Spieler finden das unfair. Klaas Kersting ist Chef von Flaregames, die Free2Play-Spiele entwickeln. Für ihn ist es ein gutes Zeichen, wenn Spieler bereit sind, für Inhalte extra zu bezahlen.

"Wenn man als Nebeneffekt dann noch mehr an dem individuellen Spieler verdient, ist das eher ein Beweis dafür, dass wir etwas geschaffen haben, wo der Spieler der Meinung ist, es ist wert, dafür Geld auszugeben."
Klaas Kersting, Flaregames

DRadio-Wissen-Game-Experte Thomas Ruscher empfiehlt, das Spiel erst mal ohne Zusatzinhalte zu spielen. Wenn man nach ein paar Monaten immer noch begeistert und unbedingt mehr will, kann der Spieler immer noch entscheiden, ob er sich das Extra für 20 Euro kaufen möchte. Dann gibt es allerdings auch schon neue Spiele für die Nintendo Switch und man kann sich überlegen, ob man nicht eher in die investieren möchte.