Den anderen mit einem Lächeln begrüßen - das wirkt sympathisch und schafft Nähe! Nur: Mit Maske und Sonnenbrille sieht man davon nicht mehr viel. Überhaupt ist es eine modische wie technische Herausforderung, beides zusammen zu tragen. Unsere Reporterin hat zum Glück ein paar Tipps für uns...

Das Tragen einer Behelfsmaske ist inzwischen fast schon normal. Wir haben uns daran gewöhnt, schützen uns gegenseitig. Zusammen mit einer Sonnenbrille stellt uns das Maske-Tragen aber vor neue Herausforderungen.

Der Durchblick ist beschlagen

Unser Atem sorgt möglicherweise für weniger Durchblick: Bei Brillenträgerinnen und Brillenträgern beschlagen durch das Ausatmen gerne mal die Gläser. Im Sommer gilt das natürlich auch für die Sonnenbrille.

Hier hilft es, wenn der obere Teil der Maske eng am Gesicht abschließt, und der Atem eher nach unten entweicht, sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer. Ganz gut geht das, wenn die Maske Gummis zum Festziehen an den Seiten hat. Auch Masken mit einem Draht an der Nase sitzen besser und enger als solche ohne. Generell ist ein atmungsaktiver Stoff wie Baumwolle ratsam.

Nonverbale Kommunikation fehlt

Gerade die Kombination Sonnenbrille plus Mund-Nasen-Schutz macht eins aber besonders schwierig: Mimik. "Trage ich zusätzlich eine Sonnenbrille, hilft es nicht mal mehr, wenn ich die Augen zusammenkneife, damit ich zeige: 'Hallo! Ja, ich gucke freundlich und lächle sogar', sagt Anke. Automatisch wirken wir ohne nonverbale Kommunikation distanzierter.

Zumal wir nonverbale Kommunikation nutzen, um andere Personen einzuschätzen, erklärt Mimik-Experte Dirk Eilert. Treffen wir auf Menschen, die wir neu kennenlernen, scannt unser Gehirn innerhalb von hundert Millisekunden den anderen nach der Frage ab: Freund oder Feind?

"Man muss auf jeden Fall miteinander reden, denn nonverbale Kommunikation ist dann so gar nicht mehr angesagt."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Was optisch helfen kann, um freundlicher zu wirken, ist Haut zeigen – im Gesicht:

  • den Pony seitlich stylen
  • kleinere Brillengestelle wählen
  • Sonnenbrillen in hellen Farben tragen oder solche, durch die man die Augen sieht

Kein allgemeines Vermummungsverbot

Gegen ein Vermummungsverbot verstößt das Tragen einer Maske in der Kombination mit einer Sonnenbrille im Alltag übrigens nicht. In Supermärkten allerdings können die Betreiberin oder der Betreiber im Zweifel bestimmen, ob Kunden mit Maske und Sonnenbrille einkaufen dürfen. In Hamburg soll das einem Kunden verwehrt worden sein, mit Verweis auf das Hausrecht. Damit steht es Inhabern eines Geschäfts nämlich frei, zu bestimmen, wer dort einkaufen darf. Ein Hausverbot muss aber begründet sein.