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Nora Tschirner ist eine Depression. Sie hat keine in der neuen TNT-Comedy-Serie "The Mopes", sondern sie ist eine. Eine "mittelgradige", das ist ihre Klassifizierung, heißt: therapierbar. Als solche sucht sie Musiker Mat heim (Roel Dirven), der sie nun hat. Die Depression. Und damit eben auch Nora. Beide sind unsere Gäste zu dieser außergewöhnlichen Comedyserie über das "immer noch Tabu-Thema" Depression.

In "The Mopes" (bei uns über Telekom und Sky zu sehen) sind Depressionen personifiziert. Sie arbeiten alle in der "Zentrale für psychische Erkrankungen", das optisch an das Zaubereiministerium in "Harry Potter" erinnert. Von dort aus werden die "Angestellten" auf ihre Patienten losgelassen, also auf Menschen, die die nötigen Lebensvoraussetzungen erfüllen.

Nora Tschirner liegt im Bett zwischen zwei schlafenden Menschen.
© TNT Comedy Original_The Mopes
Nora Tschirner als Monika – die menschgewordene Depression – in der Serie "The Mopes"

In "The Mopes" wird Monika (Nora Tschirner) auf den erfolglosen Musiker Mat angesetzt, der sie eigentlich in persona gar nicht sehen, sondern nur spüren soll, doch das läuft hier anders. Mat kann Monika sehen, aber eben nur er. Und muss jetzt gucken, wie er sich mit der Depression, die ihm auf Schritt und Tritt folgt, auseinandersetzt oder auch nicht.

Nora Tschirner hatte selbst schon einmal Depressionen

Im Gespräch mit Tom Westerholt erklärt Schauspielerin Nora Tschirner, dass sie selbst schon von Depressionen betroffen war und dass ihr eine Serie dieser Art damals sehr geholfen hätte.

"Als jemand, der selbst betroffen war, weiß ich, dass es mir total geholfen hätte, wie das hier einfach mal auf diese Art besprochen wird, wo ich jetzt durch die Ausstrahlung auch merke, dass es wohl nicht nur mir so geht. Und dann auch diese Chuzpe, mit der da ran gegangen wird. Zu sagen: so, wir nehmen das Ding jetzt mal Volley."
Nora Tschirner, Schauspielerin

Im Gespräch mit den beiden Hauptdarstellern Nora Tschirner und Roel Dirven wird klar, dass Depression als Grundthema für eine Comedy-Serie immer noch ein schmaler Grat und ein gewagter Akt ist. Depressionen sind nach wie vor größtenteils ein Tabu-Thema, es wird nicht gerne und nicht viel öffentlich darüber gesprochen. Man möchte selbst so nicht diagnostiziert werden und auch mit depressiven Menschen eher wenig zu tun haben.

Gemeinsam mit Tom Westholt überlegen sie, wie es trotzdem funktionieren kann, dieses wichtige psycho-soziale Thema in einen Comedy-Mantel zu hüllen, ohne es zu verharmlosen oder sich darüber lustig zu machen; sondern ihm eine offene Plattform zu bieten.

Interaktives ARD-Projekt auf Instagram zu Sophie Scholl

Außerdem verfolgen Anna Wollner und Tom Westerholt gerade die Instagram-Serie "@IchBinSophieScholl". Ein spannendes, interaktives ARD-Projekt zum 100. Geburtstag der Weiße-Rose-Widerstandskämpferin (geboren am 9.5.1921 – hingerichtet von den Nazis am 22. Februar 1943).

Die Serie schafft die Utopie, wie es hätte aussehen können, wenn Sophie Scholl in den letzten Monaten ihres Lebens einen Instagram-Account gehabt hätte. Dargestellt werden Aufzeichnungen und Rekonstruktionen aus ihren überlieferten Tagebüchern. Gespielt wird Sophie Scholl dafür von der Schweizer Schauspielerin Luna Wedler, Anna Wollner hat sie zum Gespräch getroffen.

Mega Movie Week

Diese Woche (10.-16. Mai) ist quasi "Black-Friday-Woche" für Film-Shopper. Zum ersten Mal gibt es auch in Deutschland die "Mega Movie Week", ein Zusammenschluss aus vielen Streaming-Plattformen, die für diesen Aktionszeitraum Filme zu stark rabattierten Preisen verkaufen.

Über 200 Inhalte zu teilweise Schnäppchen-Preisen – wir schauen gemeinsam auf die Aktion und wo sich das Zuschlagen für Cineastinnen und Cineasten wirklich lohnen könnte.