Die AfD ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Jemand hatte es auf den Gold-Shop auf der AfD-Homepage abgesehen. Ja, richtig gehört. Gold-Shop. Goldbarren bietet die AfD da zum Kauf an.

Angefangen von einem Gramm für 40 Euro bis zu 100 Gramm für fast dreieinhalbtausend Euro gibt es die goldenen Barren. Und Goldmünzen sind auch im Angebot der AfD, hat uns Sebastian Sonntag aus der DRadio-Wissen-Netzredaktion erklärt. Eine kanadische Maple-Leaf-Münze zum Beispiel oder eine südafrikanische Krugerrand-Münze. Kosten: je 112 Euro.

Eine politische Botschaft steckt aber auch dahinter

"Kohle machen und nebenbei noch mal eben die D-Mark wieder einführen. Wenn auch in Gold. Verkaufsschlager ist die Nachbildung eines Ein-Mark-Stückes zum Preis von 485 Euro."
Sebastian Sonntag, DRadio Wissen Netzreporter
"Viele unserer Mitglieder haben Zweifel daran, dass der Euro eine stabile Währung ist. Sie suchen nach einer Wertanlage, mit der sie sich krisenfest ausstaffieren können."
Bernd Lucke, Vorsitzender der AfD

Neben dem Gold finden Nostalgiker übrigens auch alte Glühbirnen im Onlineshop der AfD - für alle, die Energiesparlampen nicht mögen. Insgesamt will die AfD mit dem Verkauf von Gold etwa zwei Millionen Euro einnehmen.

Braucht die AfD das Geld?

Ja. Und das hat damit zu tun, das sich Parteien in Deutschland mindestens zur Hälfte privat finanzieren müssen - um wiederum Subventionen vom Staat zu bekommen.

Hacker lesen Kundendaten

Unbekannte haben AfD-Mails mitgelesen und danach gezielt auf den Online-Shop zugegriffen - vermutlich standen in einer Mail die Zugangsdaten drin. Die AfD hat den Goldshop dann sofort aus dem Netz genommen. Noch gibt es keine Hinweise, wer hinter dem Angriff stecken könnte. Parteichef Lucke geht aber davon aus, dass die Tat politisch motiviert war. Es ist nicht der erste Hacker-Angriff gegen die AfD.

Verkaufen auch die anderen Parteien was?

"Es gibt einen Toaster, der Toasts mit SPD-Logo ausspuckt. Mit einem speziellen Waffeleisen kann man sich Waffeln mit CDU-Schriftzug backen. Und bei den Grünen gibt es die grüne Quietsche-Ente zum Baden."
Sebastian Sonntag, DRadio Wissen Netzreporter