Die CDU will sich verjüngen und zur Mitmach- und Online-Partei werden. Doch nur die alten Inhalte über neue Medien versenden, das reicht nicht, sagt Christian Scherg. Er berät bei Imagefragen.

Meine CDU 2017. So heißt die geplante Parteireform der CDU. Zielgruppe seid ihr. Denn die Partei will sich verjüngen, sagt sie. Besonders sollen auch Frauen und Zuwanderer angesprochen werden. Das Papier soll zunächst vom Parteivorstand und im Dezember vom Bundesparteitag beschlossen werden.

Merkel und Le Floid - ein Anfang

Christian Scherg ist kritisch, was den Erfolg der geplanten Reform angeht. Er ist Reputationsexperte und hilft unter anderem Unternehmen bei Krisen im Netz - also wenn der Shitstorm losgeht. Das Interview von Angela Merkel mit dem Youtuber Le Floid sei schon einmal der richtige Ansatz für die geplante Parteireform. Doch was es braucht sind überzeugende, neue Inhalte.

"Erst einmal sollte die CDU den Le Floid-Kanal abonnieren und zuhören."

"Die alten Inhalte über die neuen Medien vermitteln, reicht nicht", sagt Christian Scherg. Zuhören sei wichtig. So komme man an neue Inhalte heran. Und möglicherweise ergeben sich auch Schnittmengen. Denn jung und konservativ schließen sich nicht aus, sagt Scherg.

Parteien, wie die CDU, lassen sich von Experten beraten, wenn sie ihr Image neu ausrichten wollen. Das ist gut und wichtig. "Aber allein auf eine neue Verpackung zu setzen reicht nicht", sagt Scherg. Ein politisches Facelifting geht nur, wenn auch die Inhalte stimmen.