Viele Hundebesitzer lassen ihren Hund auf den Gehweg kacken und räumen das Häufchen nicht weg. Der Londoner Stadtbezirk Barking will jetzt per DNA-Test den Hundebesitzer ermitteln und ihn zur Rechenschaft ziehen.

Hundehaufen auf Gehwegen und in Parks sind immer ein Ärgernis. Wir treten hinein und es stinkt. Außerdem ist es eklig und aufwändig, die Kacke wieder aus den Rillen der Sohle zu waschen und zu puhlen. Nicht nur nervig, sondern auch teuer: Die Stadt London zahlt jährlich 2,3 Millionen Pfund, um Dreck von den Straßen zu entfernen.

Zu dem Schmutz, der beseitigt werden muss, zählt Hundekot, Abfälle und Kaugummis. Jetzt hat die Stadtverwaltung eine Konsequenz gezogen: Sie lässt Parkranger die Hundekacke aufsammeln und analysieren - zumindest behauptet sie das.

Sozialer Druck auf Hundebesitzer

Zudem fordert sie Besitzer auf, ihre Hunde einem DNA-Test zu unterziehen, wenn sie die Parks nutzen wollen. Wer einen DNA-Test machen lässt, erhält eine Plakette, die er am Halsband befestigen kann. Wer ohne die Marke erwischt wird, erhält eine Verwarnung - beim ersten Mal - und später eine Geldbuße. Mit der ganzen Aktion soll der soziale Druck auf Hundebesitzer erhöht werden. Die Stadtverwaltung erhofft sich dadurch, das mehr Leute zu einem Hundekotbeutel greifen, wenn ihr Vierbeiner ein Häufchen absetzt.

"Verschmutzung durch Hundehaufen ist das wichtiges Anliegen, mit dem sich Leute an uns wenden."
Darren Rodwell, Bezirksratsvorsitzender

Ein Ansatz der schwierig umzusetzen ist, wenn man diese Vorhaben flächendeckend umsetzen würde. Zehn Millionen Hundebesitzer müssten ihre Hunde registrieren und in einer Hundekot-Datenbank erfassen lassen. Ein schier unmögliches Unterfangen: zum einen kostet es viel Geld, die Zahl der Hunde in ganz Großbritannien ist immens groß und schwer überschaubar. Es gibt vermutlich auch viele Hundebesitzer, die sich nicht freiwillig registrieren werden - zwingen kann man sie dazu aber nicht.

Hundebesitzer durch DNA ermitteln - BBCs The One Show