In der Regel dauert ein Zyklus 28 Tage. Aber mal ehrlich, was ist schon die Regel, wenn es um den weiblichen Zyklus geht? Gut, ein paar verlässliche Informationen gibt es dann doch.

Fast alle Menschen wissen: in der Pubertät reifen Mädchen zu Frauen heran. Eindeutiges Zeichen für die Geschlechtsreife: Einsatz der monatlichen Regelblutung. Ziemlich viele wissen immerhin noch, dass das ungefähr ein Mal im Monat passiert oder präziser: im Schnitt wiederholt sich der Zyklus alle 28 Tage. Und wann war noch mal das mit dem Eisprung? Und was passiert da überhaupt? Und wieso müssen Frauen überhaupt bluten?

Beginnen wir doch einfach mal mit den Eierstöcken. Da reift zunächst mal ein Ei heran. Bis das bereit ist zur Befruchtung, vergehen ein paar Tage. Ungefähr sieben bis vierzehn. In dieser Zeit baut sich in der Gebärmutter vermehrt Gewebe auf. Damit das Ei, wenn es in den Eierstöcken fertig herangereift ist, ein hübsches, weiches Nest findet.

Achtung, Eisprung!

Dann erfolgt der Eisprung. Das Ei wandert in den Eileiter und ist zwölf bis achtzehn Stunden bereit zur Befruchtung. Ganz schön knapper Zeitraum. Deshalb ist es - also aus Fortpflanzungssicht gesehen - gar nicht so unwichtig, dass Spermien länger durchhalten. Nämlich bis zu sieben Tage. Das erhöht die Chance einer Befruchtung.

Findet eine Befruchtung statt, wandert das Ei in die Gebärmutterschleimhaut und nistet sich dort ein. Für diese Reise braucht es ungefähr fünf Tage, erklärt Frauenärztin Christina Siebrecht. Wird die Schwangerschaft aufrecht erhalten, schüttet der Körper vermehrt Progesteron aus. Wenn nicht, dann setzt der Prozess ein, der dafür sorgt, dass die Gebärmutterschleimhaut im Körper wieder abgebaut wird. Es kommt zur Regelblutung.

Krämpfe und Stimmungsschwankungen

Der gesamte Prozess wird über Hormone gesteuert. In der ersten Hälfte des Zyklus vor allem von Östrogen, in der zweiten Hälfte dann von Progesteron. Auf diese unterschiedlichen Hormonausschüttungen reagieren Frauen dann nicht nur, indem in ihren Geschlechtsorganen befruchtbare Eizellen produziert oder Gebärmutterschleimhaut abgebaut wird. Es gibt ein paar Nebenwirkungen. Dazu gehören Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen, aber auch Rückenschmerzen oder ein schmerzhaftes Ziehen in den inneren Organen.

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