Nach dem Terror-Überfall auf eine Schule in Peschawar mit 145 Toten trauern die Menschen in Pakistan. Weltweit solidarisieren sich Menschen mit den Opfern. Auch auf Twitter: #PeshawarAttack ist zum Welthashtag geworden.

#PeshawarAttack ist eine Art Welthashtag geworden. Bei Twitter werden immer noch Bilder von Mahnwachen geteilt, in vielen Schulen, ob in Pakistan, China oder Schweden werden Schweigeminuten abgehalten. Man sieht Bilder von Blumenmeeren, Kerzen, Menschen die ihre Trauer und Fassungslosigkeit zum Ausdruck bringen. Manchmal auch Bilder aus der Schule mit Blutflecken auf dem Boden.

Das Attentat wurde von der Terrorgruppe Tehrik-e-Taliban Pakistan verübt. Ihr Sprecher hatte es als Vergeltung für Angriffe der Armee in den Stammesgebieten im Grenzgebiet zu Afghanistan gerechtfertigt. Die Streitkräfte hatten dort im Juni eine Offensive gegen radikalislamische Gruppen begonnen. Der Terroristen-Sprecher sagte: "Wir haben diese Armeeschule als Ziel ausgesucht, weil die Regierung unsere Familien und Frauen attackiert. Wir wollen, dass sie unseren Schmerz fühlen."

"Pakistan versinkt derzeit in terroristischen Attacken, weil die Taliban taktisch am Ende sind und deswegen ihre Angriffe immer mehr gegen Ziele wie Schulen richten."
Martina Schulte über den Terror in Pakistan

Lange haben Pakistans Regierung und der Geheimdienst Terrorgruppen an der langen Leine gehalten und sogar taktisch unterstützt. Mubeen Shah war eines der Opfer, 14 Jahre alt. Er hatte auf Facebook gepostet: "Wir sind eine Nation voller Schönheit und Schmerz. Aber unser Lachen ist viel stärker als unsere Waffen." In Pakistan wird das von vielen als Mahnung gesehen, Attentate nicht länger als Normalität hinzunehmen.

Eine Schule für jedes Opfer

Und noch eine Aktion neben #PeshawarAttack gibt es: 141schools. Die Initiative will Schulen bauen, für jedes Todesopfer eine. Auch wenn die Zahl der Toten inzwischen auf 145 gestiegen ist. Die Seite hat schon fast 10.000 Unterstützer.