Pickleball ist eine Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis. Der Spaßfaktor ist hoch und es funktioniert generationsübergreifend. In Deutschland gibt es inzwischen rund 50 Vereine.

Pickleball ist in den USA eine der am schnellsten wachsenden Sportarten. Laut Schätzungen sollen rund 3,5 Millionen US-Amerikaner diese Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis spielen. Auch in Deutschland ist dieser Sport inzwischen angekommen. Andreas Kopkau hat einen der ersten Vereine in Deutschland gegründet und ist Präsident des Deutschen Pickleball-Bundes.

Gespielt wird auf einem Doppel-Badminton-Feld. Damit ist das Feld schon mal kleiner als beim Tennis, "aber das Netz ist unten – wie beim Tennis, nicht wie beim Badminton", erklärt Andreas Kopkau. Der Ball ist aus Hartplastik, innen hohl und hat Löcher. Der Schläger ist etwas etwa doppelt so groß wie beim Tischtennis.

"Beim Pickleball habe ich eigentlich direkt den Schlägerkopf über meiner Hand, und es ist einfacher zu manövrieren."
Andreas Kopkau, Präsident des Deutschen Pickleball-Bundes

Wer anfängt Tennis zu spielen, braucht 10 bis 20 Trainerstunden, um den richtigen Schwung zu zu lernen. Beim Pickleball geht es hingegen sofort los, sagt Andreas Kopkau: "Wenn Anfänger zu mir kommen, egal in welcher Altersgruppe, ich gehe mit denen auf dem Platz. Eine Viertelstunde, und dann hauen wir uns auch schon die Bälle um die Ohren." Und so fängt das Ganze direkt an, Spaß zu machen.

"Es ist sehr, sehr einfach zu erlernen. Man braucht also wirklich nicht so ein richtiges Techniktraining. "
Andreas Kopkau, Präsident des Deutschen Pickleball-Bundes

Das Spiel ist für alle Generationen. Der Vater von Andreas ist zum Beispiel mit 70 Jahre der Älteste im Verein, die Jüngste ist 10 Jahre alt. Die Spielenden müssen nicht gleichaltrig sein, um gegeneinander anzutreten.

Generationen-übergreifende Sportart

In den USA haben zunächst vor allem ältere Leute gespielt. Einen ersten Boom gab es in Florida, wo viele Rentnerinnen und Rentner leben. Andreas Kopkau vermutet, dass es daran liegt, dass Pickleball nicht ganz so anstrengend wie Tennis und nicht so schnell wie Badminton ist. "Es ist easy zu spielen, und man verausgabt sich schon ein bisschen, aber trotzdem wird dabei kein Körperteil so sehr beansprucht, dass man sagen kann: 'Oh, jetzt habe ich aber wieder einen Tennisarm'", sagt er.

Der Name zeigt, dass sich die Spielenden nicht ganz so ernst nehmen

Dass der Name im Deutschen ein bisschen seltsam klingt, sei in Ordnung, sagt der Pickleball-Spieler Andreas Kopkau. Auch in den USA heiße der Sport etwa so viel wie "Gurkenball" (Pickle = Gurke, Gewürzgurke), wenn man es übersetzt. Aber es sei eben auch ein Sport, der sich nicht ganz so ernst nehme.