Das Pokémon-Virus grassiert weiter und verwandelt weiter Menschen in herumstreunende Zombies, die kleine Monster jagen. Eine Woche nach Beginn des Hypes hierzulande haben IT-Experten jetzt den Code der Pokémon-Go-App analysiert und komplett entschlüsselt. Die Infos helfen vor allem bei der Entwicklung von Cheats.

Die gute Nachricht für alle ehrlichen Spieler: Das Spiel manipulieren oder sabotieren geht nicht ohne Weiteres. Das liegt daran, sagt unser Netzreporter Michael Gessat, “dass diese App mit den Servern von Nintendo oder Niantic kommuniziert und das Wesentliche läuft auf diesen Servern ab. Zum Beispiel, wo die Monster postiert sind.“

Mangelhaft hingegen ist die Absicherung der Kommunikation der App zu diesen Servern. Das hat die Analyse nochmals bestätigt, so Michel Gessat: "Man könnte sich theoretisch dazwischensetzen, einen eigenen Fakeserver aufsetzen und dann wirklich Blödsinn machen. Einfacher ist es, ein Cheat zu entwickeln, der die Funktion des Pokémon-Go-Plus-Gadgets in Software nachbildet:

"Das ist so ein Ding, das kannst du wie eine Armbanduhr an der Hand tragen. Das Ding blinkt und brummt dann, wenn Pokémons in der Nähe sind und du kannst sie mit einem Wisch auf der Uhr einsammeln“.
Michael Gessat, Netzreporter

Mit den Informationen der Analysten könnte ein Cheat-Code entwickelt werden, der das Smartphone von alleine sammeln lässt. Im Straßenverkehr steigert das sicherlich die Überlebenschancen aller Beteiligten, für das Spiel allerdings geht jeglicher Spielspaß verloren. Doch wie entgegnet Michael Gessat so trefflich: "Manchen Leuten geht es ja nur darum, den Größten, Dicksten und Längste zu haben". In China leben Menschen vom Einsammeln von Gütern in solchen Spielen.

Pokémon Go: Geliebt, aber auch gehasst

Auch wenn sich das Pokémon-Virus weiter verbreitet, längst nicht jeder ist begeistert von dem Hype rund um die Monsterjagd. Pokémon-Hasser versuchen, das Spiel mit Störaktionen zu sabotieren, sagt Michael Gessat: "Am Wochenende gab es riesige Überlastungsangriffe auf die Server, zu denen sich mehrere Hackergruppen bekannt haben."

"In Texas ist ein Mann verhaftet worden, weil er über Facebook Drohungen ausgestoßen hat, er würde am nächsten Tag jeden, den er Pokémon spielen sieht, zusammenschlagen.“
Michael Gessat, Netzreporter

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