Für viele Menschen ist der Dreikönigstag traditionell der Tag, an dem der Weihnachtsbaum ausgedient hat. Reihenweise einst funkelnde Prachtexemplare liegen dann wieder am Straßenrand. Das muss aber nicht sein!

Wenn bei Euch zu Hause ein Weihnachtsbaum rumsteht, habt Ihr Scheiße gebaut. Die Dinger sind in der Regel umwelttechnisch eine ziemliche Katastrophe. Damit ihr den Baum am 6. Januar nicht einfach an den Straßenrand stellt und aus der Katastrophe eine Vollkatastrophe wird, haben wir ein paar Tipps für Euch.

"Vor allem Leuten mit Balkon und Garten bringt der alte Weihnachtsbaum noch was."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova (hat ihr Abi an der Baumschule gemacht)
  1. Variante "Ein Herz für Pflanzen": Die Zweige vom Weihnachtsbaum eignen sich gut als Frostschutz auf Balkonkästen und Beeten - darüber freuen sich dann die anderen Pflanzen, die im Winter draußen sind und die dann nicht eingehen
  2. Variante "Die Schneckenfalle": Wenn ihr die Nadeln abmacht und sie dann später im Jahr auf eure Beete streut, ist das ein ziemlich effektiver Schutz gegen Schnecken (die finden das Tannen-Gepiekse ziemlich doof)
  3. Variante "Ganz der Profi": Ihr schmeißt die Tanne in den Häcksler (oder lasst das tun) und verarbeitet den Baum zu Mulch, den ihr dann für den Garten verwenden könnt

Übrigens: Wenn ihr euch beim Raustragen nicht die komplette Bude mit Tannennadeln versauen wollt, dann wickelt den Baum am besten in ein altes Bettlaken ein.

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Für Menschen ohne Garten

Wenn ihr ein bisschen handwerklich begabt seid, dann könnt ihr eure Wohnung mit der alten Tanne aufpimpen, sagt Anke.

"Ihr könnt aus der ollen Tanne zum Beispiel Kleiderhaken machen – oder eine komplette Kleiderstange."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Das Prinzip ist immer gleich: 

  • Zunächst wird der Stamm auf die gewünschte Länge zugeschnitten und die Äste gekürzt
  • Dann kommen die Nadeln runter und ihr entfernt mit einem Messer die Rinde
  • Für einen Wandhaken sägt ihr den Stamm einmal von oben nach unten durch
  • Anschließend schmirgelt ihr mit Schmirgelpapier die Holzoberfläche glatt, ölt das Holz und bohrt Löcher rein
  • Entweder ihr befestigt das Ganze dann an der Wand oder ihr hängt die Kleiderstange auf - an den Ästen können dann Klamotten ihr neues Zuhause finden

Auch wunderhübsche Schlüsselbretter oder sogar ein Christbaum-Quirl für euren nächsten Kuchen können so entstehen.

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Beauty-Produkte aus Nadeln

Auch für Menschen mit zwei linken Händen gibt es was zu tun: Die können nämlich Beauty-Produkte aus dem alten Weihnachtsbaum machen:

"Ihr kocht einen Sud aus Tannennadeln und Wasser - und wenn der gut durchgezogen ist, kippt ihr ihn ins Badewasser und nehmt ein Tannen-Vollbad."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Oder aber ihr vermischt die Tannennadeln mit grobem Meersalz, ätherischen Ölen und etwas Mandelöl und macht euer eigenes Badesalz. Wenn ihr Nadeln für Pflegeprodukte nutzt, passt aber auf, dass die Bäume nicht mit Spritzmitteln behandelt wurden.

Auch Zoos und Tierparks freuen sich über Bäume

Allerdings sind nur die unverkauften, übrig gebliebenen Weihnachtsbäume interessant für die Zoos. Bei schon genutzten ist nämlich die Gefahr zu hoch, dass noch alter Schmuck drinhängt und dadurch Tiere zu Schaden kommen. Im Stuttgarter und Berliner Zoo zum Beispiel werden solche Bäume an Elefanten verfüttert. Es ist zwar nicht der Mega-Snack für sie, aber die Elefanten essen das schon.

Das nächste Fest wirft schon seine Schatten voraus: Von Weihnachtsbäumen lassen sich auch Osterhasen ernähren…

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