So ein Mist: Kurz bevor der Sommer so richtig durchstartet, geht der Prosecco aus. Die Ernte ist nämlich schlecht ausgefallen. Gleichzeitig ist die Prosecconachfrage gestiegen. Vielen Kunden ist Schampus einfach zu teuer.

Die Nachfrage nach Prosecco ist in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Woran liegts? An der Weltwirtschaftskrise natürlich! Die hat dazu geführt, dass mehr Menschen Prosecco trinken statt Champagner. Ist ja auch billiger. Daraufhin haben sich die Proseccohersteller natürlich gefreut und noch mehr Prosecco produziert. "Die Hersteller von Prosecco unterteilen sich in zwei Gruppen", sagt Martin Schütz, "da sind einerseits diejenigen, die hochwertigen Prosecco mit dem Siegel DOCG produzieren und andererseits diejenigen, die billigeren Prosecco mit dem Siegel D.O.C. produzieren." Letztere haben ihre Anbauflächen aufgrund der hohen Nachfrage stark ausgeweitet - und genau damit lagen sie so richtig daneben. Sie haben in Gegenden angebaut, in denen es sehr nass war und die Früchte sind verfault.

"Das mit der Mehrernte war dann nichts, sie ist ausgefallen. Und die Nachfrage ist hoch und genau das werden wir Verbraucher im Supermarkt bemerken."
Martin Schütz über die Proseccoernte

Alternativen zum Prosecco

Der Preis für den günstigsten Prosecco, der zurzeit schon für 1,99 im Supermarkt zu haben ist, könnte sich aufgrund der Missernte verdoppeln, sagt Martin Schütz. Er hat aber auch gleich ein paar Lösungsvorschläge parat:

  • Bunkern - die Fahrradtaschen vollladen und Prosecco auf Vorrat kaufen
  • Alternative Getränke - katalanischer Cava oder deutscher Sekt haben ein ähnliches Preis-Leistungsverhältnis
  • Aperol Spritz geht auch mit Weißwein
  • Äppler trinken, stammt aus Deutschland und schmeckt prima

Prosecco im Netz: