Warum fällt es uns so schwer Entscheidungen zu treffen? Weil wir nicht wissen, was wir wollen. Oder weil wir vorgeben etwas zu wollen, unsere Bedürfnisse aber ganz andere sind.

Ein ganz einfaches Beispiel: Jeder Raucher weiß, dass er das mit den Zigaretten eigentlich sein lassen sollte. Er tut es aber einfach nicht. Genauso ist es bei Entscheidungen auch, sagt Benjamin Hilbig, wir wissen eigentlich gar nicht, was gut für uns wäre.

"Die meisten Entscheidungen sind deswegen schwer, weil wir nicht richtig wissen, was wir wollen, oder nur glauben zu wissen, was wir wollen."
Benjamin Hilbig, Professor für Kognitive Psychologie

Du musst wissen, was du willst

Herauszufinden, was gut für uns ist, fällt uns alleine sehr schwer. Darum hilft es, andere Menschen in diesen Entscheidungsprozess einzubeziehen. Das können Menschen sein, die schon einmal ähnliche Entscheidungen treffen mussten.

Benjamin Hilbig geht davon aus, dass die meisten Entscheidungen sehr schnell und intuitiv getroffen werden. Erst im Anschluss an die Entscheidung fangen wir an, darüber nachzudenken. Das dient dann nur noch dazu unsere Entscheidung ins rechte Licht zu rücken.

"Intuition ist nichts anderes, als dass ich auf Basis starker Erfahrungen - auch emotionaler Erfahrungen - eine spontane Reaktion habe."
Benjamin Hilbig, Professor für Kognitive Psychologie

Leichter werden Entscheidungen dann, wenn ich nur wenige Informationen habe oder berücksichtigen muss. Bestes Beispiel dafür ist Tinder, wo wir nur nach dem Aussehen entscheiden, ob uns eine Person gefällt oder nicht.

"Die größte Schwierigkeit für eine Entscheidung ist nicht die Informationsmenge, sondern wenn Optionen zu ähnlich sind."
Benjamin Hilbig, Professor für Kognitive Psychologie