"Besonders Wertlos" heißt das Filmfestival für abgedrehte Filme. Dabei handele es sich um alles andere als um Trash-Filme, verteidigt Veranstalter Kai Krick vehement das Programm. Es geht um das ganze Spektrum abseitigen Kinos.

Psychotronische Filme sind vor allem Filme, die weder von Filmkritikern noch vom Publikum beachtet wurden wie Blaxploitation, italienische Polizei-, Zombie- aber auch Aufklärungs- und Lehr- oder Soft-Sex- und Amateurfilme. Kai Krick ist offen für alles. Er organisiert das Festival des Deutschen Psychotronischen Films in Köln.

"Wir sind kein Trash-Film-Festival. Wir zeigen Filme aus ganz unterschiedlichen Genres."
Kai Krick, Organisator des Festivals des Deutschen Psychotronischen Films

Eines der Highlights des Festivals ist der Film "Saturnus & Der Irre von Thornhill" von Bruno Sukrow. Der Regisseur ist ein 87-jähriger pensionierter Maschinenschlosser, der 2010 entdeckte, dass er seine Film-Fantasien mithilfe von Machinima wahr werden lassen kann. Mittels Game Engines und den Programmen von Virtual Realities produziert Sukrow im untersten Low-Budget-Bereich.

Geheimtipp für Cineasten

Der Aachener Filmkünstler hat seine Werke zunächst nur im Familienkreis gezeigt. Dank seines Sohnes Robert sind die Filme einem größeren Publikum bekannt geworden und zählen bei Cineasten inzwischen zum Geheimtipp. Sukrow hat bislang zehn abendfüllende Spielfilme und 20 Kurzfilme geschaffen. "In Sukrow steckt ein gutes Jahrhundert Medienerfahrung", sagt Kai Krick. "Er liebt Jerry Cotton, James Bond, Bonanza, Flipper, Raumschiff Enterprise, Krieg der Sterne."

"Sukrow ist ein Wirbelsturm durch die Popkultur der letzten hundert Jahre."
Kai Krick, Organisator des Festivals des Deutschen Psychotronischen Films

Alle Festival-Filme seien so außergewöhnlich, wie man es sich nur vorstellen könne, sagt Kai Krick: "Man muss sie selber sehen, um sie glauben zu können." Dabei sei es gar nicht so leicht, derartig außergewöhnliche Filme zu finden. Vor 17 Jahren, als er zum ersten Mal das Festival veranstaltet habe, hätten ihm noch die ganzen Perlen des abseitigen deutschen Kinos offen gestanden. Heute sei das Problem, genügend Material für das Festival ausfindig zu machen.