Man stellt sich vor eine Kamera und muss noch nicht mal schauspielern. Man ist einfach so, wie man ist - und wenn man Glück hat, bekommt man Ruhm und Geld dafür. Reality TV sieht leicht aus - ist aber ein hartes Stück Arbeit.

Die Anfänge des Formats liegen in den 1940ern, doch den großen Boom gab es in den 90ern. The Real World lief erfolgreich auf dem Jugendsender MTV. In Deutschland begeisterten Formate wie Die Fussbroichs und Big Brother ein großes Publikum. Heute sind Sendungen wie Bauer sucht Frau, Der Bachelor und Shopping Queen nicht mehr aus dem deutschen Fernsehen wegzudenken. Feuilletonisten rümpfen oft die Nase, aber die Quoten und die Werbeinnahmen, die diese Formate den TV-Sendern bescheren, sprechen eine andere Sprache.

"Casting people are putting together a cast! They are looking for chemistry. For us, we want you to bring everything that is emotional to the surface, we want you to bring every problem you have... that's why we say: You need to know your story! Because the casting people don't have time to pull that out of you when you walk in."

Unser Autor Hendrik Efert hat sich auf den Weg nach New York City gemacht - in das Mutterland des Reality TV - um herauszufinden, ob er das Zeug zum Reality-TV-Darsteller hat. Dafür hat er sich mit dem Gründer der New York Reality TV School, Robert Galinsky, getroffen. Hendrik wollte wissen, wie man in so ein Format reinkommt und was man mitbringen muss, um gecastet zu werden. Und ob man es auch schaffen kann, eine Sendung durchzustehen, ohne dabei die eigene Würde aufzugeben.

"The commandments allow you to keep your self respect. Reality Television is a meat grinder, they throw you in there and they want to turn you into pulp. What we do with the Reality School is try to teach you: You have choices. This is all about keeping your power, your power to make decisions."

Robert Galinsky erklärt, was man als Reality-TV-Darsteller alles können sollte