Am Record Store Day geht es ums Vinyl. Trotzdem sind Platten ein totales Nischenprodukt: Auf eine verkaufte Schallplatte kamen 2014 fünfzig verkaufte CDs. Seit ein paar Jahren allerdings wächst der Umsatz von Vinyl. Davon profitieren vor allem die großen Labels.

2013 sind die Vinylumsätze um fast 50 Prozent gestiegen, 2014 waren es nochmal 33,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Musikindustrie reagiert auf die gestiegene Nachfrage spekulativ: Es werden einfach Platten um Platten gepresst. Im Moment sind die Presswerke darum überlastet und zwar so sehr, dass die kleineren Labels kaum eine Chance haben, ihre Alben auf Vinyl rauszubringen.

Gut für die Plattenläden

Davon profitieren auch die Plattenläden. Dazu gehört auch der Underdog Recordstore in Köln. Hier werden gar keine CDs mehr verkauft, erzählt die Verkäuferin Ela.

"Wir schmeißen alle CDs raus. Und dazu kommt , dass die Platten meistens einen Downloadcode haben und damit hat sich Vinyl gerettet und damit haben die Vinylkäufe wieder richtig zugenommen."
Ela vom Recordstore in Köln

Ob der Hype bleibt?

Zusätzlich zu den Platten verkauft Ela im Underdog auch Konzerttickets. Ob der Hype ums Vinyl Bestand haben wird, zeigt sich in den kommenden Jahren zeigen. Nämlich dann, wenn die heute so begehrten Alben in ein paar Jahren in irgendwelchen Grabbelkisten stehen und für ein paar Euro zu haben sind.

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