Eigentlich wollen Leonie und ihr Partner im Urlaub einen schönen Strand erkunden und das Meer genießen. Doch dann kommt alles anders – ihr Trip misslingt so sehr, dass Leonie sogar Panik bekommt. Heute kann sie darüber lachen.

Leonie ist endlich volljährig, will ihre Freiheit genießen und fährt deshalb mit ihrem Partner in den Urlaub auf die griechische Insel Kos. Sie entscheiden sich dazu, ein Quad-Fahrzeug zu mieten.

"Dann hatten wir auf Google Maps geschaut, wo es denn gute Buchten gibt", erinnert sich die 21-Jährige heute. Sie entscheiden sich für einen abgelegenen Strand, fahren auf besonders schlechten Straßen zur Bucht.

"Wir haben dann zwar schon gesehen: Es ist nicht so sicher, aber das hat uns nicht abgebracht."
Leonie

Sie finden die Bucht, stellen das Quad oben ab und klettern runter zum Kiesstrand. Sie sind die einzigen dort. "Es hat auch lange gedauert, bis wir unten ankamen", sagt Leonie. Unten wartet auf die beiden eine böse Überraschung: "Wir haben dann gesehen, dass da überall Seeigel sind. Dass wir da gar nicht ins Wasser können – das ist viel zu naturbelassen."

Leonie und ihr Partner machen ein paar Bilder – inklusive dem Titelbild dieses Artikels – und wollen sich dann auf den Rückweg machen. Es wird bereits dunkel. An diesem Punkt sind sie noch sorglos.

Das Paar ist bei dem Trip alleine – das wird ihnen zum Verhängnis

Als sie am Quad ankommen, schauen sie nochmal auf die Bucht. "Ich sagte zu ihm: Du, holst du den Quad-Schlüssel raus, dann fahren wir nach Hause", beschreibt Leonie. "Und er guckt in seine Tasche und sagt: Da ist kein Schlüssel drin."

Sie fangen an, ihre Taschen zu durchsuchen. Ihre Handys sind leer, das Trinkwasser ist auch ausgegangen. Es wird immer dunkler, beide haben nur Badesachen an. Außer ihnen ist keiner in der Nähe. Leonie bekommt Panik.

"Dann war uns nach mehrmaligem Nachchecken klar: Der Schlüssel ist irgendwo da unten."
Leonie über ihre Reise-Panne

Leonies Partner geht den Schlüssel alleine suchen. Die beiden glauben, dass der Schlüssel irgendwo zwischen den Steinen liegt. "Den hätte man oberflächlich auch gar nicht gesehen."

Schließlich findet er den Schlüssel. "Er hat, glaube ich, bestimmt eine Dreiviertelstunde lang unten gesucht", schätzt Leonie ein. "Er hat mir erzählt, dass an einem Felsen ein Plastikdeckel auf der Wasseroberfläche geschwommen ist. Er hat gemeint: Genau an diesem Punkt saßen wir, und dann hat er sich diese Ebene nochmal angeguckt und hat da angefangen zu graben. Und da war der Schlüssel."

Die Auflösung

Auf dem Rückweg finden sie heraus, warum sie ganz alleine in der Bucht waren. "Es kam uns ein sehr großes Schild entgegen. Ich habe mich auch gewundert, was das für ein Gebiet war", sagt die 21-Jährige. "Und da steht tatsächlich auf Englisch drauf: Militärgebiet." Mit einem Verbot, die Fläche zu betreten. "Da ist es mir echt eiskalt über den Rücken runtergelaufen", beschreibt Leonie. "Es war krass."