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Der Tod von Robin Williams ist das Medienthema in dieser Woche. Bleibt die Frage: Wie weit dürfen Journalisten in der Berichterstattung gehen, wenn es sich um einen Selbstmord handelt?

Der Werther-Effekt, das Nachahmen von Selbstmorden, ist nicht zu unterschätzen. Diesen Appell wiederholen die Experten des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit immer wieder und fordern von Journalisten einen verantwortungsbewußten Umgang mit Suiziden in den Medien.

Auch die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention hat anlässlich des Todes von Robin Williams Empfehlungen zur Berichterstattung rund um den Tod von Robin Williams veröffentlicht.

Suizide in Medien

Die Medien haben einen unterschiedlichen Weg gefunden, mit Suiziden umzusegen. So ergänzt Sueddeutsche.de einen Artikel mit diesem Zusatz: "Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten."

Die Medienthemen der Woche

  • Buzzfeed hat in dieser Woche ein Investment in Höhe von 50 Millionen US-Dollar erhalten. In Kürze wird sie auch in Deutschland starten. Digital-Stratege Igor Schwarzmann erklärt, warum viele Medienmacher Buzzfeed nicht verstehen und warum man als Medium heute das Internet heute verkörpern muss, statt es nur zu benutzen.
  • Die Journalisten Sebastian Pertsch und Udo Stiehl haben in dieser Woche die Webseite Floskelwolke gestartet. Täglich werden 2000 Medien auf Floskeln ausgewertet - die meistbenutzten Floskeln werden in Charts zusammengestellt. Wie Journalisten für die Sprache sensibilisiert werden sollen, erklärt Sebastian Pertsch Eine Stunde Was mit Medien.
  • Müssen Journalisten eine Marke sein? Journalismus-Dozent Christian Jakubetz krisitisiert, dass der journalistische Nachwuchs sich in letzter Zeit zu stark als Marke positioniert. Dabei seien andere Qualifikationen gefragt.