Es ist ein Klischee, dass Männer möglichst viele wechselnde Sexualpartnerinnen in ihrem Leben haben wollen. Gibt es nur wenige Frauen in einer Gesellschaft, werden aus Machos ganz schnell treue Partner fürs Leben.

Der Naturforscher Charles Darwin hat schon behauptet: Männer wollen möglichst viel Sex mit vielen verschiedenen Frauen, um ihre Fortpflanzung zu garantieren. Frauen ticken in der Beziehung schon immer anders, denn an ihnen hängt meist die Aufzucht und Erziehung des Nachwuchses. Für sie ist eine feste Partnerschaft schon immer eine soziale Absicherung gewesen.

Wie Machos zahm werden

Forscher haben in acht Dörfern des Makushi-Volkes in Guyana rund 300 Männer und Frauen befragt. In der Regel suchen sich die Männer und Frauen in ihrer näheren Umgebung ihre Partner. Die Makushi-Männer gelten als Machos, die gerne viel unverbindlichen Sex haben. Die Frauen dagegen stehen mehr auf Treue und schätzen eine langjährige Monogamie. Allerdings fordert die Zivilisation ihren Tribut. Die Frauen wandern mehr und mehr in die Städte ab, die weibliche Dorfbewohnerzahl hat stark abgenommen. So sehr, dass es in einigen Dörfern einen Männerüberschuss gibt.

Makushi-Männer
Männer des Makushi-Volkes in Guyana
“When women are hard to find, the best strategy is to find one and stick with her.”

Die Forscher haben die Daten aus den Dörfern mit einer ausgeglichen Zahl an Männern und Frauen mit denen aus den Dörfern mit Männerüberschuss verglichen. Und siehe da: Ist das Angebot an Frauen knapp, schätzen auch die Männer mehr eine monogame Beziehung und legen auf Treue wert.

Beziehung ist kompliziert

Das Klischee, Männer wollten immer viel Sex mit vielen Frauen haben, ist damit hinfällig. Partnerschaft zwischen Mann und Frau scheint doch ein komplexeres Gebilde zu sein.

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