Kim Lumelius reist viel und eher nicht spontan. Denn als Rollstuhlfahrerin muss sie immer voraus denken – und manchmal auch erfinderisch sein. Ihre Trips führten sie schon an alle möglichen Orte - vom Teutoburger Wald bis nach Südafrika.

Kim Lumelius ist auf der ganzen Welt unterwegs. Sie bloggt über ihre Reisen mit dem Rollstuhl und reist ausgiebig. So ausgiebig, dass sie bei der Frage nach dem Ziel ihrer letzten Reise kurz überlegen muss. Zuletzt war sie im oberen Mittelrheintal und davor in Südafrika – dort war sie fast einen Monat unterwegs. Oft nimmt sie ihren Mann mit, manchmal auch Freundinnen.

In Südafrika ist sie von Kapstadt bis nach Johannisburg gereist. Und war sehr positiv überrascht, wie gut man dort auf Menschen mit Rollstuhl eingestellt ist.

"Die sind da gut drauf eingestellt. Ich hätte nicht so viel von Südafrika erwartet, was Toiletten betrifft, aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Da kann man umgebaute Fahrzeuge mieten."
Kim Lumelius, Reisende und Hobby-Bloggerin

Kim sagt, dass Menschen im Rollstuhl in Kanada, USA und der Schweiz relativ gut reisen können. Das betrifft besonders öffentliche Verkehrsmittel und Gebäude. Im Gespräch erzählt sie, wie sie sich auch in Ländern zu Recht findet, die kaum auf barrierefreie Reisende eingerichtet sind. Und sie erklärt, warum die Stadt Lissabon eine ziemliche Herausforderung war.

Bei der Unterkunft kann sie nur wenige Kompromisse machen. Da achtet sie exakt darauf, dass die Räume ihre Bedingungen möglichst genau erfüllen. Sie betont, dass Barrierefreiheit letztlich für jeden Menschen im Rollstuhl eine individuelle Bedeutung hat.

"Das wichtigste ist die Unterkunft. Die sollte barrierefrei sein: zugänglich ohne Treppen, Zimmer groß genug und Griffe an der Toilette, ebenerdige Dusche mit Sitz."
Kim Lumelius, Reisende und Hobby-Bloggerin

Kim Lumelius ist wegen einer Muskelkrankheit auf einen Rollstuhl angewiesen. Im Weltempfänger-Interview erzählt die "Reisende auf vier Rollen", wie sie sich selbst nennt, von ihren Reisen und ihren Erfahrungen mit Barrieren und relativer Barrierefreiheit, verrät den Namen ihres Rollstuhls und sagt, warum sie nicht alleine reist. Das ganze Gespräch mit ihr hört ihr, wenn ihr auf den Play-Button klickt.