Fast 6.000 Hunde leben im größten Tierheim der Welt in Rumänien. Vermittelt werden sie auch nach Deutschland. 

Es gilt als das größte Tierheim der Welt. Im Tierheim in Smeura in Rumänischen Pitesti leben 6.000 Hunde. Jeden Tag verteilen die 80 Mitarbeiter des Tierheims über zweieinhalb Tonnen Trockenfutter. Dieses Futter stammt hauptsächlich aus Deutschland. 

"Das Futter kommt hauptsächlich aus Deutschland. Aus Rumänien können wir aufgrund der geringen Spenden nur ziemlich wenig Futter kaufen.“
Ana-Maria Voicu, Mitarbeiterin des Tierheims

Das Tierheim Smeura liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bukarest. 2005 hat der deutsche Verein Tierhilfe Hoffnung e.V. hier eine ehemalige Fuchsfarm gekauft und umgebaut.

Jeweils neun Hunde teilen sich eine Fläche von 40 Quadratmetern. Die Altersspanne der Hunde liegt zwischen Welpen und sehr alten Hunden. 

Ana Maria Voicu kümmert sich um einen blinden Hund
© Deutschlandfunk Nova | Srdjan Govedarica
Ana Maria Voicu kümmert sich um einen blinden Hund

Alle Hunde sind aufgefundene Streuner oder Hunde, die die Mitarbeiter des Tierheims aus dem städtischen Hundeheim gerettet haben. Aus diesem Heim müssen die Hunde schnell gerettet werden, denn dort werden sie innerhalb von 14 Tagen getötet. 

Krankengeschichte der Hunde meist unbekannt

Gegen einige dieser Tötungsstationen erheben die Tierschützer schwere Vorwürfe. Weil die Stationen Pauschalbeträge für die Unterbringung und das Töten der Hunde bekommen, geben sie möglichst wenig Geld für die Versorgung der Tiere aus, heißt es.

Die Hunde bekommen oft nichts zu essen oder zu trinken oder liegen in ihren eigenen Exkrementen. Wenn sie gerettet werden und in das Tierheim Smeura kommen, sind sie meist ein Fall für die Krankenstation des Tierheims. 

Kürzlich wurde die Krankenstation mit deutschen Spendengeldern renoviert, daher steht den Ärzten jetzt moderne Ausrüstung zur Verfügung. Dennoch arbeiteten sie unter erschwerten Bedingungen, zumindest im Vergleich zur einer normalen Kleintierpraxis, sagt der Tierarzt Vlad Srbu. Denn die Vielfalt der Fälle sei erheblich größer und die Krankengeschichte der Hunde meistens unbekannt.  

Tierarzt Vlad Srbu und sein Team bei einer OP im Tierheim Smeura
© Deutschlandfunk Nova | Srdjan Govedarica
Tierarzt Vlad Srbu und sein Team bei einer OP im Tierheim Smeura

Grundsätzlich werden hier alle Neuzugänge entwurmt und geimpft. Außerdem auch kastriert oder sterilisiert. Das sei ein besonders wichtiger Teil der Arbeit des Tierheims, sagt Mitarbeiterin Ana-Maria Voicu. Deshalb führen die Tierärzte regelmäßig aufs Land, informierten die Bevölkerung und kastrierten sowohl Straßenhunde als auch Hunde, die einen Besitzer hätten. Nur so ließe sich das Problem mit den Straßenhunden dauerhaft lösen, sagt Ana Maria Voicu 

Die meisten Hunde aus dem Tierheim werden ins Ausland vermittelt. Alleine im vergangenen Jahr gingen über 2.000 Hunde nach Deutschland. 

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