Ein Dieb hat eine Wodkaflasche der Marke "Russo Baltique" im Wert von 1,1 Millionen Euro gestohlen. Ist der Wodka sein Geld wert?

"Russo Baltique" ist eine lettische Marke, unter deren Namen eigentlich Sportautos hergestellt werden. Aber eben auch Wodka. Die Flasche selbst soll mit mehreren Kilo Gold, Diamanten und einem Stück Leder eines Ralley-Autos von 1912 verziert sein. Die Flasche soll aus kugelsicherem Glas bestehen. "Das sind alles Kuriositäten, die mit der Spirituose selbst gar nichts mehr zu tun haben", sagt Lukas Bischofberger.

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Berühmtheit hat die Marke zweimal erlangt: Einmal ist eine Flasche "Russo Baltique" in der Serie "House of Cards" zu sehen gewesen. Zum Zweiten wird ihr Wert auf 1,1 Millionen Euro geschätzt und wurde einem dänischen Sammler aus seinem Lager gestohlen.

"Aus dem Inhalt heraus lässt es sich nicht rechtfertigen, einen so teuren Wodka herzustellen."

Eine Herkunftspflicht für echten Wodka gibt es nicht, sagt Lukas. Es gibt zwar für russischen Wodka ein Reinheitsgebot, aber das ist sehr weit gefasst, erklärt der Alkoblogger. Nach diesem Gebot darf Wodka nur aus Kartoffeln, Getreide oder Melasse gebrannt werden. Das bietet aber die Möglichkeit, viele verschiedene Arten von Getreide zu verwenden. "Ansonsten kann ich weltweit Wodka herstellen", sagt Lukas. 

Die Wodkaproduktion im Ausland unterliegt nicht dem Reinheitsgebot. Beispielsweise wird in Frankreich ein Wodka aus Weintrauben hergestellt. Der Hersteller ist nur verpflichtet, das auf dem Etikett anzugeben.

"Guter Wodka muss nicht teuer sein. Unter zehn Euro würde ich nicht kaufen. Zwischen zehn und 20 Euro gibt es schon sehr gute Qualitäten, die man pur auf Eis oder gemischt genießen kann."
Lukas Bischofberger, Alkoblog

Ab 30 bis 50 Euro beginnt die Premiumqualität bei Wodka: "Die exquisiten Qualitäten sind feiner gefiltert, eleganter im Geschmack, noch ein bisschen reiner und das drückt sich im Preis aus."

"Bei Flaschen, die deutlich mehr kosten als 50 Euro, ist schon ein gewisser Sammlerwert eingepreist."
Lukas Bischofberger, Alkoblog