Dass ein Unternehmer scheitert, ist statistische gesehen nichts Besonderes. Trotzdem ist Scheitern in Deutschland immer noch ein Tabu. FuckUp-Nights sollen das Scheitern von Gründern in ein positiveres Licht rücken.

Christian Dommers ist 33 Jahre alt und mit einer grandiosen Idee ebenso grandios gescheitert. Zusammen mit Freunden hat er das Portal wergehthin.de gegründet. Eine Art Veranstaltungskalender für die Stadt, verbunden mit Gutschein- und Coupon-Aktionen. Das kleine Startup wächst schnell: Autoren schreiben täglich Ausgeh-Tipps, Programmierer basteln an der Webseite, Leute kümmern sich um den Vertrieb. Alles top. Aber eben klein.

2011 kommt ein Investor auf Christian Dommers zu. Er will Christian Dommers und seinem Kompagnon dabei helfen, aus einem kleinen Unternehmen ein großes zu machen. Christian Dommers ist sofort Feuer und Flamme:

"Ich habe mir das schon so ausgemalt, dass wir jetzt in zwanzig deutschen Städten sind. Dass wir überall den Nutzern ein super Stadtmagazin liefern und einfach für ein super Leben in den Städten sorgen."
Christian Dommers über seinen großen Traum mit wergehthin.de

Die Firmengründer geben Vollgas. Von der ersten Rate, die der Investor überweist, eröffnen sie ein neues Büro in Berlin, stellen 50 Leute ein. Der Investor verspricht ihnen mehr Geld sobald die erste Rate ausgegeben ist. Doch als das Berliner Büro so richtig läuft, springt der Investor ab. Er glaube nicht mehr an die Geschäftsidee. Die Talfahrt beginnt.

Für Christian Dommers eine äußerst schmerzhafte Erfahrung. Der junge Startup Star findet sich plötzlich in einem Insolvenzverfahren wieder und muss darüber nachdenken, was da eigentlich schief gelaufen ist. Seine Erfahrungen teilt er heute mit anderen Menschen. Auf der Bühne. Bei FuckUp-Nights sollen junge Gründer von den Fehlern anderer lernen.