Das Schwule Museum in Berlin ist inzwischen eine Institution mit weltweitem Ruf. Derzeit läuft die Ausstellung "House of Joy" vom Berliner Künstler Kai Teichert. Wir waren da und haben uns von männlichen Geschlechtsteilen beeindrucken lassen und viel über schwul-lesbische Geschichte in Deutschland gelernt.

Männer, dich sich gegenseitig einen blasen - mit Verrenkungen und in so vielen verschiedenen Stellungen, dass man es sich fast nicht mehr vorstellen kann. Muss man ja auch nicht, man kann sie sich ansehen. "House of Joy" heißt die aktuelle Ausstellung, in der es um Schwanzlutscher und ums Ficken geht – so das Zitat des freischaffenden Berliner Künstlers Kai Teichert. Seine Bilder sind auch außerhalb der LGTBI-Community bekannt und beliebt. Seine Collagen - Obstkörbe, Vögel, Blumenstilleben - sind zusammengepuzzelt aus intimen Nahaufnahmen, die man erst auf den zweiten Blick erkennt.

Teichert hat schon überall auf der Welt ausgestellt. Noch bis Ende November sind seine Bilder mit sexy marokkanischen Impressionen und versauten Collagen im 'Schwulen Museum' in Berlin zu sehen. Eine Stunde Liebe war Auge für seine Hörer und hat sich zusammen mit Teichert die Ausstellung und das ganze Museum angeschaut - und erklären lassen, warum Marokko ihn zu den Collagen inspiriert hat.

Im Schwulen Museum sind übrigens neben den aktuellen, zeitgenössischen Ausstellungen auch Dauerausstellungen zu sehen, in denen schwul-lesbische Geschichte in Deutschland über die letzten Jahrzehnte dokumentiert ist. Sehr aufschlussreich, spannend und teilweise auch bedrückend.