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Die Coronakrise beeinflusst, wie wir einkaufen: Mehr Nudeln und Fertiggerichte. Essen wir nur noch Reis mit Scheiß? Nicht unbedingt.

Vor allem haltbare Produkte waren und sind sehr beliebt während der bisherigen Coronakrise, berichtet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Das ist wenig überraschend: Die teils leeren Supermarktregale waren kaum zu übersehen. Die Nachfrage von Reis hat sich Ende Februar im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Das war auch der Fall bei Fertiggerichten in Dosen und bei Nudeln.

Sind wir alle Kochmuffel?

Mit der Entscheidung lange haltbare Lebensmittel zu kaufen, wollten sich wohl viele Konsumenten und Konsumentinnen für eine mögliche Krise rüsten. Manche werden auch deshalb Nudeln, Reis und Klopapier gekauft haben, weil sie die halbleeren Regale gesehen haben und dachten: Dann nehme ich lieber auch was mit, bevor es das nicht mehr gibt.

Aber warum Fertigprodukte? Für Christoph Minhoff, Chef der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, deutet die hohe Nachfrage nach Fertigprodukten darauf hin, dass die Deutschen Kochmuffel sind. Sie seien schon mit der Zubereitung von Kartoffeln überfordert, sagte er der Deutschen Presseagentur.

Laut Christoph Minhoff haben sich die Deutschen daran gewöhnt, fertiges Essen zur Verfügung zu haben. Deshalb greifen sie jetzt auf Lebensmittel zurück, die einfach zuzubereiten sind.

Es wird weiterhin gebacken

Es gibt aber auch Anzeichen dafür, dass mehr gebacken und gekocht wird. Die hohe Nachfrage nach Mehl und Hefe etwa. Oder ein Blick auf Instagram. "Wenn man auf Instagram unter Hashtags wie 'Quarantine Cooking' oder 'Corona Cooking' schaut, ist da wenig von Reis mit Scheiß zu sehen", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer.

"Wenn man auf Instagram unter Hashtags wie 'Quarantine Cooking' oder 'Corona Cooking' schaut, ist da wenig von 'Reis mit Scheiß' zu sehen."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Auf Insta wird viel gebacken und frittiert. Leckere Pancakes, Waffeln und viele Nudelgerichte. "Eigentlich der gleiche Foodporn wie sonst auch", sagt Anke van de Weyer. Auf Instagram habe man nicht das Gefühl, dass sich die Corona-Pandemie stark auf unsere Ernährungsgewohnheiten auswirke. Da weiterhin alle Lebensmittel normal verfügbar sind, sei das auch wenig überraschend.

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Mitte April gab es eine weitere Studie der GfK, mit der unser Alkoholkonsum abgefragt wurde: Es wird deutlich mehr Alkohol gekauft: Die Umsätze bei Spirituosen und Wein sind im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel nach oben gegangen. Ob auch mehr Alkohol getrunken wird, ist nicht gesagt. Vielleicht findet der gleiche Konsum einfach nicht mehr in der Lieblingskneipe statt, sondern zu Hause.

Und es wird mehr Brot gekauft, so die Bäcker-Innung Berlin. Die Nachfrage nach Kuchen und Torten wiederum sinkt. Vermutlich auch, da kaum noch jemand für Kaffee und Kuchen vorbeikommt und alle Familien- und Geburtstagsfeiern erst einmal ausfallen.

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