George Hotz ist das, was man einen Smartass nennt: Als 17-Jähriger hat er das iPhone gejailbreakt, wenig später die Playstation 3. Jetzt mit 26 Jahren hat er sich mal eben ein selbstfahrendes Auto gebastelt. Sein Prototyp war nach nur drei Monaten fertig.

Er ist 26 Jahre alt, hatte bereits mächtig Ärger mit den größten Techunternehmen der Welt und strotzt vor Selbstbewusstsein. Zu Recht, muss man sagen, wenn man diese Geschichte kennt. Denn nachdem George Hotz von Elon Musk gefragt wurde, ob er nicht Lust hätte, ein selbstfahrendes Auto für Tesla zu konstruieren, hat er sich gedacht: alles zu kompliziert. Das kann ich selbst. Und vor allem: Das kann ich besser.

Er hat sich ein Auto, ein paar Kabel, Computer und Sensoren gekauft und einfach mal losgelegt. Sein Projekt heißt Comma.ai und ist im September 2015 gestartet. Sein Testauto ist ein Honda Acura. In den hat er jede Menge Technik und Sensoren eingebaut. Er hat sich allerdings nicht die Mühe gemacht, Technik und Kabel unter die Verkleidung zu basteln, sondern das ganze mit Gaffa-Tape ins Auto reingeklebt.

DIY-Kit für 1000 Euro

Im Gegensatz zu Tesla oder Google setzt George Hotz allerdings bei seiner Technik - das Ganze läuft auf Linux-Basis - nicht auf eine bestimmte Software. Er baut auf Deep Learning mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). Das heißt: sein Auto soll von menschlichen Fahrern lernen. Es soll also genau so fahren lernen, wie in Mensch.

"Hotz sagt, moderne Autos seien heute quasi schon Computer. Und er sei ein Computerguy und deswegen sei es easy für ihn, ein selbstfahrendes Auto zu bauen."
Netzreporterin Martina Schulte über George Hotz

Weil Menschen aber natürlich auch Fehler machen, soll sein Auto von möglichst vielen Fahrern lernen, um am Ende zum perfekten Fahrer zu werden. Wenn er das geschafft hat, kann sich Hotz vorstellen zum Beispiel Do-it-Yourself-Kits auf den Markt zu bringen. Mit denen soll jeder für knapp 1000 Dollar sein Auto in Eigenregie zu einem selbstfahrenden Auto umbauen können.

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