Unser Reporter Matthis Dierkes hat eine Aufgabe schon sehr lange auf seiner digitalen To-do-Liste stehen. Aber irgendwie geht er sie nicht an. Warum? Und welche digitalen Helfer sind wann sinnvoll?

"Ich will eine alte Kaffeemühle im Internet verkaufen. Aber ich mach's einfach nicht", gesteht unser Reporter Matthis Dierkes. Und so verstaubt die Kaffeemühle auch weiterhin und irgendwie auch die digitale To-do-Liste.

Dinge, die weder extrem wichtig noch dringend sind

Es ist nicht so, dass der Verkauf Matthis vor ungeahnte Herausforderungen stellt und er sich nicht traut. Das Problem ist eher, dass es eine dieser Aufgaben ist, die nicht extrem wichtig ist und auch nicht extrem dringend. "Deshalb ist die Gefahr groß, dass man die immer nach hinten schiebt und gar nicht macht", sagt Matthis. Aber es gibt ein paar Tipps, um To-dos auch wirklich abzuarbeiten.

To-dos als Termin in den eigenen Kalender eintragen

Eine Möglichkeit ist, sich die Aufgaben in den eigenen Kalender als Termin einzutragen. Matthis Kaffeemühle kommt also nicht als Punkt 1023 auf die Liste dazu, sondern er trägt einen Termin in seinen Kalender ein: nächsten Samstag, 11 bis 12 Uhr, Kaffeemühle verkaufen. "Damit macht man praktisch einen Termin mit sich selbst aus. Eine Art Verabredung, die man dann eher einhält", sagt Matthis. Beziehungsweise er hofft es.

Eine junge Frau hat das Gesicht mit bunten Post-Its zugeklebt.
To-do-Listen sollten nicht ausarten. Ebenso wenig Post-its, um sich an Aufgaben zu erinnern.

Sich von Apps bei der Orga und Umsetzung von To-dos helfen lassen

Wiederkehrende Aufgaben wie Staubsaugen, Blumen gießen oder auch Eltern anrufen, lassen sich auch als wiederkehrende Termine in den Kalender eintragen. Aber die Gefahr ist groß, dass der dann irgendwann unübersichtlich wird.

Helfen können hier bestimmte Apps, die an solche Aufgaben erinnern. Zum Beispiel die App Flatastic - speziell für WGs. Oder "Our Home" oder "Tody". "Da kann man zum Beispiel den Putzplan noch nach verschiedenen Räumen aufteilen", sagt Matthis. So lassen sich einzelne Jobs einzelnen Räumen zuordnen, wie zum Beispiel wischen. Das steht eher im Badezimmer regelmäßig an, aber eben nicht im Wohnzimmer, wenn ein Teppich drin liegt.

Spezialanforderung: Große Zeiträume zwischen den Aufgaben

Neben den alltäglichen Dingen gibt es allerdings auch noch die speziellen Fälle von To-dos, zwischen denen größere Zeiträume liegen. Dazu gehört der Kontrolltermin beim Zahnarzt, aber auch Vorsorgeuntersuchungen sowie das Auffrischen von Impfungen. Einige Krankenkassen bieten mittlerweile Apps an, die automatisch an Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen erinnern, falls gewünscht.

Die schlechte Nachricht: Egal, welche Unterstützung ihr nutzt, erledigen müssen wir die teilweise lästigen Pflichten selbst. Denn das können die Tools und Apps leider (noch) nicht.

Aber: Neben all den Aufgaben und To-dos ist es empfehlenswert, sich freie Zeit zu blocken. Auch das lässt sich als Termin in den Wochenkalender einplanen. Das kann ein Tag in der Woche sein, den ihr nicht verplant, sondern spontan schaut, auf was ihr Lust habt. Und nichts zu tun, ist auch in Ordnung.