Während der Corona-Krise basteln, kochen und trainieren wir fleißig. Das zeigen wir dann auch gern auf Instagram. Warum darauf aber nicht alle Lust haben, erklärt Influencerin Jacko Wusch.

Zwischen Bananenbroten und Homeworkouts gibt es im Netz auch Posts, die beim Thema Selbstoptimierung auf die Bremse treten. Eine dieser Stimmen ist Jacko Wusch. Jacko ist Influencerin mit mehr als 90.000 Followern auf Instagram. Sie glaubt, dass wir uns über die Wirkungsweise von Social-Media bewusst werden müssen. Dabei hatte Jacko selbst zu Beginn der Pandemie noch fleißig Tipps gesammelt und geteilt.

"Ich habe auch gedacht, es ist eine super Idee, hier tausend Vorschläge zu machen."
Jacko Wusch, Influencerin

Dass dem nicht so ist, hat ihr ihre Community postwendend klar gemacht. Von ihren Fans erhielt Jacko zahlreiche emotionale Antworten.

"Viele Leute haben gesagt, dass es sie stark unter Druck setzt."
Jacko Wusch, Influencerin

Manche Follower nehmen die Instagram-Posts von Jacko und anderen Influencern aber auch mit Humor:

"Ich zeige etwa, dass ich mir gerade einen Saft gemacht habe. Dann schicken mir Leute ihren Versuch als Bild mit dem Kommentar, dass es bei Ihnen nie so klappt, wie bei den Leuten im Internet."
Jacko Wusch, Influencerin

Jacko möchte ihren Fans ein gutes Gefühl geben. Immerhin kennt sie das Arbeiten im Homeoffice selbst gut. Deswegen dachte sie, dass sie den Leuten mit ihren Tipps etwas Gutes tut. Mit dem Feedback wurde ihr klar:

"Vielleicht möchten die Leute gar nicht Bananenbrotbäcker werden, sondern einfach mal einen schönen Urlaub haben."
Jacko Wusch, Influencerin

Beim Thema Druck durch Millionen Tipps zu Kochen, Backen und für den Muskelaufbau empfiehlt Jacko, sich nicht in eine Opferposition zu begeben. Stattdessen sollen wir uns unsere Eigenverantwortung bewusst machen. Das bedeute auch, Instagram und Co. einfach mal zu ignorieren: "Man kann sich von diesen Inhalten auch mal abwenden, sich nach draußen setzen oder eine Freundin anrufen."

Nicht auf die Scheinwelt, sondern auf das Bauchgefühl hören

Es helfe, sich klarzumachen, dass wir uns auf Instagram stets nur von der besten Seite zeigen. "Dadurch sieht es immer so aus, als ob alle alles immer geregelt kriegen. Wir sollten uns bewusst machen, dass dem nicht so ist."

Ihre Influencer-Kollegen und -Kolleginnen hat Jacko bislang noch nicht gemaßregelt. Sie appelliert lieber an unser Bauchgefühl. Das sollte uns bereits eine vage Idee davon geben, ob wir selbst überhaupt etwas an uns oder unserer Umgebung ändern wollen. "Womit will ich mich beschäftigen und was funktioniert für mich am besten?"

Für Jacko funktioniert derzeit zum Beispiel das Schminken ganz gut. Sie tut es, obwohl sie dann trotzdem nicht ausgeht:

"Heute hab ich mich vor den Spiegel gestellt, die Musik angemacht und mich geschminkt, als würde ich gleich auf eine Party gehen. Das hat einfach Spaß gemacht."
Jacko Wusch, Influencerin